Krafttiere

Krafttiere als schamanisch – spiritueller Begleiter

Krafttiere sind schamanische, spirituelle Begleiter in der Geisterwelt.
Sie sind Helfer, Begleiter und guter Freund.

Krafttiere Wolf                  Krafttier Wolf

Ich beschreibe im Folgenden viel von meinen eigenen Erfahrungen im Bezug auf Krafttiere. Diese müssen sich nicht unbedingt mit den Erfahrungen anderer decken.
Im folgenden Text wird über schamanische Techniken geschrieben. Diese sind nicht wissenschaftlich erwiesen. Deren Anwendungen können den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen nicht ersetzen.

Krafttiere Schlange                  Krafttier Schlange

Krafttiere

Krafttiere sind Begleiter in der Geisterwelt. Sie treten fast immer in Erscheinung, sobald ein Reisender die Geisterwelt betritt. Häufig wird er schon von seinem Krafttier erwartet und entsprechend begrüßt.
Jeder wird von einem Krafttier ausgewählt und kann sich nicht selbst eins wählen. Das bedeutet, dass das Krafttier häufig ein Tier ist, mit dem nicht gerechnet wurde. Es ist in den seltensten Fällen mit dem Lieblingstier identisch. Es könnte sogar ein Tier sein, das nicht sonderlich beliebt ist (Schlangen, Insekten, Spinnen,…), wobei die Beliebtheit vom jeweiligen Kulturkreis abhängt. Häufig erlebe ich bei meinen Schülern und Schülerinnen gewisse Erwartungshaltungen, welches Krafttier sie wohl haben könnten. Um seinen persönlichen spirituellen Helfer finden und annehmen zu können, sollten diese Erwartungen los gelassen werden.

Krafttiere sind Verbündeter, guter Freund, Berater, Helfer, Beschützer, …
Die speziellen Aufgaben eines Krafttieres sind so vielfältig, wie die Zahl der verschiedenen Krafttiere. Die oben genannten sind die Aufgaben, die immer wieder von Bedeutung sind und die die meisten Krafttiere übernehmen. Doch sie können auch sehr spezielle Aufgaben haben. Sie helfen als Spezialisten z.B. bei schamanischen Extraktionen oder unterstützen bei der Suche nach Seelenteilen und viels andere.

Wie der Name schon sagt, sind Krafttiere ganz normales Tier wie es sie auch in der alltäglichen Welt gibt, sie können aber auch aus dem Bereich mystische Tiere (Drache, Einhorn, Garuda, …) kommen.
Jeder kann mit seinem Krafttier reden und ihm Fragen stellen. Ein häufiger “Anfängerfehler” ist, dass vor lauter Aufregung und Freude die gemeinsame Kommunikation einfach vergessen wird. Dann kommt hinterher die Frage: “War das jetzt mein Krafttier oder nicht?” Und ich frage dann meist zurück: “Hast du es danach gefragt?”

Im Lauf der Zeit können ein oder mehrere Krafttiere in Erscheinung treten. Es können mehrere gleichzeitig sein, aber auch verschiedene nacheinander.
Um sein eigenes Krafttier zu finden, geht der Suchende auf eine schamanische Reise. Zumindest ist das eine sehr gängige Technik. Über die Suche nach dem Krafttier ist mehr im Kapitel über die Grundlagen der schamanischen Reise zu lesen. Was nicht bedeutet, dass ein Krafttier nicht auch über andere Wege gefunden werden kann. Ein Beispiel: Es kann auch eine andere Person auf die Suche nach dem Krafttier gehen. Dies kann sein, wenn ein Krafttier nötig ist, die Person aber nicht in der Lage ist, es selber zu suchen. Das pasiert oft im Rahmen von schamanischen Sitzungen bei der Arbeit mit einem Klienten.

Krafttiere sind Begleiter für einen Lebensabschnitt. Es kann sein, dass sich im Lauf der Zeit eines verabschiedet, weil seine Aufgaben erledigt sind oder der Mensch sich weiter entwickelt hat und ein anderer Aspekt für ihn jetzt wichtiger geworden ist. Im Normalfall tritt früher oder später ein anderes Krafttier in Erscheinung oder die betroffene Person soll sich selber danach auf die Suche begeben.
Nicht zu verwechseln ist das Krafttier mit dem Totem, das sich das ganze Leben nicht verändert.
Welche ganz spezielle Bedeutung das eigene Krafttier hat, erzählt es am besten selber! (Wenn es danach gefragt wird.)

Ich halte von den Bedeutungen, die den einzelnen Krafttieren in der Literatur zugeordnet werden, nicht so sehr viel. Dazu ist ein Krafttier eine viel zu persönliche Angelegenheit. Jeder Mensch ist anders. Was nicht bedeutet, dass die Bücher grundsätzlich schlecht sind. Sie können sehr gute Hinweise geben, deren Gültigkeit jeder für sich noch einmal überprüfen sollte. Ich habe selbst Krafttierbücher und auch Karfttierkarten. Denn auch ich finde einen Denkanstoß manchmal sinnvoll.
Als Anregung und Denkanstoß habe ich selbst eine Übersicht über verschiednene Krafttiere und welche Bedeutung sie haben können zusammengestellt (zur Übersicht)
(Diese Seite ist noch in Arbeit und wächst langsam aber stetig.)

Krafttier Wildgans                            Krafttier Eule

 

Reise nach Anderswo

Dies ist die Kopie einer Mail, die ich von einer Freundin bekommen habe, kurz nachdem ich mit ihr die erste Reise zu ihren Krafttieren gemacht hatte
(Vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!!!):

Ich schließe die Augen, als die Trommel beginnt. Sie tönt laut, fast störend direkt neben mir. Der Rhythmus so schnell, dass ich das Gefühl habe rennen zu müssen…

Weiß… alles um mich her ist taghell und weiß. Unter mir fliegen irgendwelche Muster vorbei, ich bewege mich sehr schnell. Es hört nicht auf, endlos eine Spur vor mir her… Neugier… Aufforderung, genau hinzuschauen… es sind Spuren im Schnee! Spuren von …Pfoten! Vielen Pfoten! Ich laufe in einer rasenden Geschwindigkeit über den Schnee… immer weiter… Die Trommel fängt an zu singen in meinen Ohren… aber…da ist noch was… ich bin nicht allein! Neben mir spannen sich starke Muskeln, gleitet und fließt der dicke Pelz einer Wölfin. Mit weit ausgreifenden Schritten laufen wir nebeneinander her. Ich bewundere die kraftvolle Bewegung ihres Körpers, werde des Lächelns gewahr, in ihrem Gesicht, als sie leicht den Kopf in meine Richtung dreht.

Ich spüre das Rudel hinter uns, weiß, dass auch andere bei uns sind und auch eine gute Strecke voraus, erhasche kurz einen Blick auf fliegende schwarze Haare… Immer noch gleitet der Boden in rasender Geschwindigkeit unter unseren Füßen dahin. Andere sind schneller, laufen an uns vorbei… Ich betrachte die Wölfin neben mir, während wir immer weiter rennen, begleitet vom Singen der Trommel.

Wunderbarer Pelz, durch die Jahreszeit bedingt besonders dick und wärmend, grau, in ein cremiges Weiß übergehend, leicht ins Schwarz wechselnd, dort wo ihr Gesicht ist, ihre Ohren, um die Augen herum… “bleib stehen! Bitte, bleib stehen, ich möchte mit dir reden, dich anschauen! … Halt an…bitte! Halt an!” Der rasende Lauf wird langsamer, es ist Nacht geworden und im Mondlicht stehen wir uns gegenüber. Ich schaue in ihr Gesicht, sie mit ihren tiefgelben Augen in meines.

Ihr Blick versinkt in meinem Inneren… “Du musst noch weiter… sie warten auf dich, dort…” Ich bin überwältigt von ihrer Schönheit, kann nur nicken, dann geht es wieder los… “Ich begleite dich und bin bei dir…immer, wohin du auch gehst! … Jetzt dort entlang!” Ich sehe eine Art Tunnel, wirbelndes Grau. Wir tauchen hinein, laufen hindurch und am Ende ist alles Wasser…Luftperlen steigen auf um uns, wir gleiten dem Sonnenlicht entgegen. Ich sehe die Wasseroberfläche, die kleinen Wellen, gleißend im Licht von unten, bevor ich auftauche.

Ich schwimme in einer Art Grotte? Der Himmel ist unendlich hoch über mir, aber nicht blau oder mit Wolken…keine Sonne zu sehen im ersten Moment… nur Dämmerlicht, Übergang ins Grün. Belebte Stille, wie es in einem Wald sein soll… Es ist warm hier, feucht…das Ufer ist moosig überwachsen, es ist eine große Waldlichtung. Wie ein weiter Halbkreis um das Ufer dehnt sich die Lichtung aus. Gras und weiches Moos wachsen dort, weiter hinten beginnt der Wald. Ich bewege mich vorsichtig auf den Waldrand zu. Ein Tor aus schweren Steinen, wie bei einem Hügelgrab, steht rechts von mir auf der Lichtung…mein Heimweg!

Noch nicht… noch darf ich bleiben, das weiß ich sicher. Ich schaue nach oben in die Wipfel, sehe die unterschiedlichsten Bäume, Vögel ganz fern in den Spitzen. Auf dem weichen Boden, mit nackten Füßen und den würzigen, schweren Geruch des Waldes in mich aufnehmend, trete ich auf einen Stamm zu, fühle mich angezogen, ja fast gerufen. Er liegt leicht erhöht durch sein Alter am Waldrand zu meiner linken Seite. Sein Umfang ist weit. Die Rinde grob und stark gefurcht. Während ich ehrfürchtig die Hand an den Stamm lege schaue ich an ihm nach oben…fast endlos…

… werde zurückgerissen, gezogen durch das Steintor, spüre unsanft den harten Schlag der Trommel, weiß, dass ich jederzeit durch das Tor zurückkehren kann und löse mich bewusst, kehre zurück in die Realität.

Leoprad            Krafttier Tieger

Eigene Erfahrungen zum ersten Versuch einer Reise

Als weiteres Beispiel möchte ich meine eigenen Erlebnisse bei meiner ersten schamanischen Reise erzählen. Sie stammen aus den Aufzeichnungen, die ich damals gemacht habe. Das war im Sommer 1997. Auch hier ging es darum, das eigene Krafttier zu finden.

Bei meiner ersten Reise war ich sehr aufgeregt. Es war etwas völlig unbekanntes und ich wusste nicht, was geschehen würde. Einerseits war ich total neugierig und andererseits hatte ich auch etwas Angst, wie ich zugeben muss.

Der erste Versuch

Ich hatte mit schon vorher einen Ort überlegt, an dem ich die Reise beginnen wollte. Eine Lichtung im Wald, die ich bei einer Art Traumreise zu meinem Kraftort bestimmt hatte. Dieses Bild hatte ich zu Beginn der Reise vor Augen. Wie auch vorher schon, stand auf der Lichtung ein Hirsch. Dann habe ich versucht, durch ein Mauseloch in die schamanische Geisterwelt zu gelangen, landete aber immer wieder auf der Lichtung. Irgendwann hatte ich das Gefühl, es dreht sich alles und brach die Reise ab.
Auf die Idee, dass der Hirsch eine Bedeutung haben könnte, bin ich erst durch den Schamanen gebracht worden, der die Reise begleitete.

Der zweite Versuch

Auf einmal ging alles ganz schnell. Ich stand in einem dichten Tannenwald, es war kühl und schon dämmrig. Vor mir war eine lange Schneise, mit dichtem Moos bewachsen. Ich konnte den Wald um mich deutlich spüren.
Vor mir stand ein Hirsch. Groß, anmutig, majestätisch. Die Kraft, die von ihm ausging, war deutlich zu spüren. Ich hatte großen Respekt und fühlte mich gleichzeitig total angezogen.

Das Verhalten des Hirsches sagte: ”Folge mir” und das tat ich. Langsam gingen wir die Schneise entlang. Nach einer Weile gelangten wir auf die Lichtung, von der ich das erste mal gestartet war. Die gegenüber liegende Seite war durch einen dichten, hellen Nebel verdeckt. Ich schaute mich sehr zögerlich auf der Lichtung um und ging unsicher auf den Nebel zu. Sanft, aber bestimmt schob der Hirsch mich
hinein. Ich legte ihm die Hand auf den Rücken und ließ mich führen. Die Berührung gab mir Kraft und Mut, weiter zu gehen.

Bald gelangten wir zu einem Gang. Es war der Eingang zu einer Höhle. Ich ging hinein. Zuerst sah ich die Bärin. Ein Braunbär. Die beiden Jungtiere bemerkte ich erst etwas später. Ich durfte die Bärin und sogar ihre Jungen streicheln.
Dann erweckte der Hirsche den Eindruck, als wolle er mich noch weiter führen und die Bärin schien uns begleiten zu wollen. Doch dann war die Zeit der Reise leider um.

Hirsch und Bärin sind inzwischen weiter gezogen. Sie haben mich lange Jahre begleitet. Beiden möchte ich für ihre Treue, ihre Weisheit und ihre Geduld mit mir danken!

Krafttier Löwe               Krafttier Löwin

Insekten, Spinnen und anderes „ekliges“ als Krafttiere?

Insekten als Krafttiere
Waldmistkäfer

Generell kann jedes Tier ein Krafttier sein. Manche sind häufiger (Bär, Wolf, …) und andere seltener (Spinne, Eidechse, Schlange,…). Zumindest habe ich die Erfahrung in unserm Kulturkreis gemacht. In anderen Kulturkreisen sieht das vermutlich anders aus. Im Mexiko zum Beispiel ist die Schlange als Symbol für Erneuerung (Häutung) ein beliebtes Krafttier. Hier finden viele Schlangen abstoßend.

Es gibt Leute, die lehnen Insekten und Spinnen generell als Krafttiere ab, weil ihnen ihre Art und ihr Äußeres so fremd sind, dass sie sie nicht verstehen können. Bei diesen Personen wird aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch kein solches Tier erscheinen, es sei denn, es soll eine wichtige und ganz spezielle Lektion damit vermittelt werden.

Wer bereit ist, sich mit Insekten und ähnlichen einmal näher auseinander zu setzen, wird möglicherweise schnell feststellen, dass er von ihnen eine ganze Menge lernen kann. Wer hat nicht schon die filigrane Schönheit eines Tau benetzten Spinnennetzes in der aufgehenden Sonne betrachtet? (Krafttier Spinne)
Des weiteren sei bedacht, dass auch Bienen und Schmetterlinge Insekten sind.
Im alten Ägypten war der Skarabäus ein heiliges Tier.

Mein persönliches Verhältnis zu Insekten und Spinnentieren ist nicht sonderlich ausgeprägt, wie bei vielen anderen auch. Als Kind haben große Spinnen bei mir Panik ausgelöst, wenn sie mir zu nah gekommen sind. Doch seit vielen Jahren ist die Spinne eine wertvolle und kraftvolle Begleiterin in der Geisterwelt für mich. Darum kann ich nur den Rat geben, sich auch auf solche Krafttiere als Bgleiter einzulassen.

Ich vermute, dass ein ganz entscheidender Aspekt ist, dass sich viele Leute vor Insekten und auch vor Reptilien ekeln oder sogar ausgeprägte Ängste haben. Und wenn man sie eklig findet, ist der Gedanke, sie als Krafttier zu haben, auch sehr eklig. Allerdings liegt das sehr im Auge des Betrachters. Es gibt Menschen, die sich fast ausschließlich von Maden und ähnlichem ernähren, weil sie wichtige Eiweißlieferanten sind. Sie finden solche Tiere nicht eklig.

Mantis Gottesanbeterin                     Krafttiere Insekten
Gottesanbeterin

Mir fällt dazu eine schöne Geschichte ein:
Roland Kübler, „Traumfeuer“
Wolfswelpe und Schlangenei:
Eine sehr schöne Geschichte um das Erwachsen werden.
Die Mädchen bekommen als Kind ein Schlangenei und die Jungen einen Wolfswelpen und müssen diese aufziehen. Im Lauf der Zeit halten sich viele nicht mehr an die alten Traditionen und die Jungen bekommen gezähmte Hunde und den Schlangen werden die Zähne ausgebrochen, damit sie nicht mehr beißen können. Die Hauptfigur ist ein Junge/ junger Mann, der noch einen Wolf aufgezogen hat und nach einem Mädchen sucht, das noch eine „richtige“ Schlange aufgezogen hat.
Ein echter Lesetipp.

Einen weiteren Grund, warum “Ekeltiere” oft abgelehnt werden, vermute ich darin, dass  sichStörungen im menschlichen Energiekörper oft als solche darstellen (Maden, Würmer, …). Diese werden dann vom Schamanen extrahiert. Mehr zum Thema Extraktion gibt es hier zu lesen.

Krafttiere essen oder nicht?

Diese Frage hat sich mir schon vor ziemlich langer Zeit gestellt, als ich zum Essen eingeladen
war. Vor mir auf dem Teller lag ein ganz lecker riechendes Hirschgulasch und ich hatte richtig Hunger. Aber der Hirsch war ein wichtiges Krafttier von mir. Also was tun? Nicht essen, hungrig bleiben und den Gastgeber eventuell noch beleidigen oder mit Genuss zulangen? Ich habe mich dann nach einem kurzen Zwiegespräch mit meinem Hirsch für letzteres entschieden.

Das Krafttier selber fragen ist auf jeden Fall immer ein guter Tipp.
Als ich mein Krafttier danach fragte, war die Antwort: „Du musst es mit dem entsprechenden Respekt essen!“ Ich habe mich dann bei dem Tier bedankt, dass es für uns gestorben ist, damit wir uns satt essen können.

Natürlich könnte manche Krafttiere auch sagen, dass sie nicht möchten, dass ein Tier ihrer Art gegessen wird. Das würde mich allerdings wundern (habe es noch nie erlebt), weil es nicht zu den Erfahrungen passen würde, die ich mit den Moralvorstellungen in der Geisterwelt gemacht habe.
In der heutigen Gesellschaft können wir es uns leisten, auf das Essen bestimmter Dinge zu verzichten. Aber wenn wir einige Jahrhunderte zurück gehen, waren viele Leute froh, wenn sie überhaupt etwas zu essen hatten. Sie konnten es sich nicht leisten, wählerisch zu sein.

Außerdem ist der Mensch ein Allesfresser und das Gesetz der Natur sagt “fressen und gefressen werden”. Wenn ich mir ein Schweineschnitzel auf den Teller lege oder Kaninchen esse, ist das normal und wird größtenteils toleriert. Wenn ich aber erzähle, dass ich in China schon Hund gegessen habe (was dort normal ist), muss ich mich häufig dafür rechtfertigen. Aber wo ist der Unterschied? Schweine sind intelligenter als Hunde und werden bei uns trotzdem zu Millionen geschlachtet.
Die Gesetze des modernen Artenschutzes sollten natürlich immer beachtet werden!

Früher hatten Krafttiere oft den Sinn, dass man sich ihre Kräfte einverleiben wollte. Im Mithraskult wurde ein Stier getötet und die Anhänger mit dem Blut bespritzt.
In diversen Kulthandlungen verschiedenster alter Kulturen wurden Tiere rituell getötet und gegessen, um sich ihre Kraft einzuverleiben.

Sich bewusst durch das Essen die Kraft des Tieres einzuverleiben oder sich bewusst noch mal besonders eng mit dem Tier zu verbinden, ist meiner Meinung nach eine legitime Möglichkeit. Ich wage zu behaupten, dass auch ein nicht ganz so bewusstes Verzehren des Krafttieren durchaus vom selbigen toleriert wird. Die Hektik des Alltags lässt einen leider doch häufig vergessen, den nötigen Respekt aufzubringen (Rehrücken, große Feierlichkeit, viele Gäste, viele Ablenkungen, …).

Ein extremes Beispiel ist wohl der Kannibalismus. Diese Kulturen haben Menschen nie aus Gründen der reinen Nahrungsaufnahme gegessen. Es war immer Bestandteil einer kultischen Handlung, in der die tote Person geehrt wurde oder sich ihre Kraft einverleibt wurde.

Letztendlich muss es jeder für sich selber entscheiden und mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren können, ob er sein Krafttier essen will oder nicht.
Ich möchte hier nur eine Anregung und gegebenenfalls eine Entscheidungshilfe geben.

Krafttier Hirsch                 Krafttiere Damwild

Teile eines Krafttieres besitzen?

Grundsätzlich ist das erlaubt wenn es für einen selbst passt und wenn die Krafttiere damit ebenfalls einverstandensind. Es kommt dabei darauf an, wie sie erlangt wurden und mit welchen Gedanken der Besitzer mit dem Teil umgeht.

Ein Beispiel von mir selber:
Auf einem Mittelaltermarkt hielt mir jemand ein Fell unter die Nase. So nach dem Motto, du kannst das bestimmt gebrauchen. Er hat mir einen guten Preis genannt und ich habe zugeschlagen. Das Tier war eh schon seit sehr vielen Jahren tot. Und so konnte es wenigstens noch einem ehrenvollen Zweck zu Gute kommen.

Viele Teile on Krafttieren, wie Federn, Schädel oder ähnliches, können auch einfach gefunden werden, wenn man mal mit sehr aufmerksamen Blicken durch den Wald läuft und dabei nicht nur die Wege benutzt. Was spricht dagegen, sie aufzuheben? Außer es ist etwas, das unter den Artenschutz fällt.

Bei vielen Präparaten ist der Artenschutz wichtig. Dafür gibt es sogenannte CITES – Bescheinigungen. Auf denen ist vermerkt, woher das Tier stammte usw. … Dann ist auch der Besitz von Teilen artengeschützter Tiere legal. Ich besitze selber einige davon.
Wo ich echte Probleme hätte: wenn ein Tier nur deswegen getötet wird, damit man seine „Teile“ zum Schamanisieren benutzen kann. Ich vermute, dass die Person, die so etwas tut, auch ordentlich eins auf die Finger bekommen würde. Aber auch hier gibt es vermutlich andere Meinungen.

Ich denke, jeder sollte sein Handeln in erster Linie mit einem eigenen Gewissen vereinbaren können.
Außerdem haben die Tiere selber im Zweifelsfalle auch immer ein Wort mit zu reden! Wer sich nicht sicher ist, ob er das Fell, den Schädel, den Knochen, … besitzen sollte oder nicht, fragt doch einfach sein Krafttier. Das hat sicher eine Antwort darauf.

Ich bin zwar nicht der beste Kenner anderer Kulturen, aber ich weiß, das es bei vielen schamanischen Kulturen üblich war, Teile von Tieren zum schamanischen Arbeiten zu benutzen. Wer mehr zum Thema schamanisches Werkzeug / Arbeitsmaterial lesen möchte, kann das hier tun.

Viele Tiere werden nur um der Präparate und um des Profits willen getötet, und häufig unter grässlichen Umständen (wie Orang-Utans, denen nur die Hände und Füße abgeschnitten werden, oder Meeresschildkröten, denen bei lebendigem Leib der Panzer abgerissen wird….. ich muss wohl nicht weiter schreiben). Keine noch so guten magischen Absichten können das meiner Meinung nach rechtfertigen und niemand sollte solche Wilderei unterstützen!

Im übrigen würde ich sagen, dass jeder mit seinem Gewissen vereinbaren muss, was er tut. Egal, ob es ums Essen oder ums Besitzen geht.

     
Knochenfunde aus dem Wald

Rassel Zauberstab
Schamanische Rassel mit einem Knochen und Muscheln

 

Die schamanische Arbeit für andere mit Hilfe der Krafttiere

Am Anfang ging es in erster Linie darum, dass das Krafttier Helfer und Ratgeber für die eigenen Angelegenheiten ist.
Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt der schamanischen Arbeit ist die Unterstützung anderer Personen. Genauso wie ich mit meinem Krafttier über meine eigenen Probleme reden kann, kann ich es auch zu den Belangen Anderer befragen. Diese können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.

Im Normalfall kommt ein Klient zum Schamanen und fragt ihn um Rat. Der Schamane befragt dann sein Krafttier oder auch das Krafttier des Klienten zu der Problematik. Dabei bekommt der Schamane wichtige Hinweise vom Krafttier. Meist beinhalten sie Informationen über die Ursachen und geben Auskunft über Lösungen. Kann das Krafttier selber keine Auskunft geben, bringt es den Fragenden zu einer anderen Wesenheit in der Geisterwelt, die die benötigten Informationen geben kann.

Gerade, wenn ich für Andere arbeite, bestätigt sich für mich immer wieder, dass die Krafttiere eigenständige Wesenheiten sind. Es gibt auch die Theorie, dass die Wesenheiten der Geisterwelt Projektionen des Unterbewussten sind. Wie erkläre ich damit aber, dass ich Informationen bekomme, die auch mein Unterbewusstsein nicht wissen kann, weil ich den Klienten vorher nie gesehen habe und auch nie etwas von ihm gehört habe?

Wer für Andere arbeitet, sollte dabei einige wichtige Dinge beachten:
– Habe ich Aufgaben bekommen, die der Klient selber erledigen soll, um sein Problem zu lösen?
– Gibt es Aufgaben bekommen, die ich selber erledigen soll?
– Habe ich Aufgaben bekommen, die eine dritte Person erledigen soll?
– Zu welchem Zeitpunkt sollen die Aufgaben erledigt werden (sofort, in 3 Wochen, in einem ½ Jahr,…)?
– Bei mehreren Aufgaben: In welcher Reihenfolge sollen sie erledigt werden?
– Sollen alle Informationen an den Klienten weiter gegeben werden?

Es gibt manchmal Informationen, die für den Schamanen wichtig sind für ein besseres Verständnis der Situation. Diese sind aber nicht immer gut für den Klienten. Ein Beispiel hierfür kann eine verdrängte Erinnerung sein oder eine verletzende Situation.
– Wichtig ist auch, sich genau zu überlegen, wie etwas gesagt wird. Die gleiche Sache kann für den Klienten sehr hilfreich oder auch sehr verletzend sein. Leidet ein Klient unter seinem Übergewicht und wurde schon als Kind deswegen geärgert, ist es sicherlich nicht sinnvoll zu sagen:
” Du musst aber dringend abnehmen!”
– Der Klient sollte gefragt werden, ob er auch wirklich alle Informationen erzählt haben möchte.
– Wer sich bei irgendetwas nicht sicher ist, kann immer sein Krafttier um Rat fragen! Lieber einmal mehr fragen als dann doch ins Fettnäpfchen treten!

Wenn Sie mehr Informationen über meine Arbeit als Schamanin für Klienten haben möchten, lade ich Sie ein, auf meine Seite zum Thema Beratung zu schauen. Dort finden Sie mein persönliches Angebot für schamanische Arbeit, Karten legen, Energiearbeit und mehr.
Umfangreiche Informationen über den Ablauf von schamanischen Sitzungen finden sie auch unter schamanische Klientenarbeit  
schamanische Arbeit für Tiere

Krafttiere Krähen                       Krafttiere Krähen

Krafttier oder Totem?

Totem ist ein Begriff aus dem Indianischen oder beser native Amerikan oder First Nations.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Krafttier und Totem voneinander unterscheiden. Manchmal werden beide Begriffe für das Gleiche verwendet. Darum kann ich hier nur beschreiben, was sich für mich als richtig erwiesen hat.
Was ein Krafttier ist, ist hier schon ausführlich erläutert.

Das Totem oder Totemtier

Das Totem hat im Großen und Ganzen sehr ähnliche oder sogar die selben Aufgaben wie das Krafttier. Es ist ein spiritueller Begleiter. Allerdings bleibt ein Totem das ganze Leben lang gleich. Es tritt ebenfalls meistens in Form eines Tieres auf.
Das Toten charakterisiert einen Menschen. Es spiegelt wichtige Teile seiner Persönlichkeit und seine besonderen Fähigkeiten wieder.
Unser Totem wird zum Zeitpunkt unserer Geburt festgelegt und es bleibt uns das ganze Leben lang erhalten. Auch bei einem  Totem ist es wie bei einem Krafttier: Das Totem wählt uns aus und nicht wir das Totem.

Einige Menschen, die schamanisch arbeiten, kennen zwar ihr Krafttier oder ihre Krafttiere doch sie wissen nicht, welches ihr Totem ist. Manchmal stellt sich ein Krafttier erst später als Totem heraus. So ist es bei mir gewesen. Dies kann geschehen, wenn sich ein Mensch seiner Selbst nicht bewusst ist oder besondere Wesenszüge oder Fähigkeiten nicht annehmen möchte. Ich habe viel Zeit benötigt, um meinen schamanischen Weg als Berufung anzuerkennen. Darum hat es auch recht lange gedauert, bis ich mein Totem als solches annehmen bzw. erkennen konnte.

Auch eine Familie, ein Clan oder ein Stamm hat ein besonderes Totem. Dies ist ein Schutzgeist für alle, die zu der Gruppe dazu gehören. Es ist aber auch ein guter Berater, wenn es um Probleme innerhalb der Gruppe geht.

auch interessant zum Thema Totem:
http://de.wikipedia.org/wiki/Totem

Krafttier Seehund                                 Krafttiere Robben

Der Krafttiertanz

Beim Tiertanz gibt der Tänzer oder die Tänzerin seinem Krafttier die Möglichkeit, sich in der alltäglichen Wirklichkeit auszudrücken. Gleichzeitig ist er eine Möglichkeit, dem eigenen Krafttier Ehre zu erweisen. Er stärkt die Bindung zum Krafttier.
Die typischen Bewegungen, Verhaltensweisen und zum Teil auch Laute des Tieres werden dargestellt. Der Tänzer wird eins mit dem Tier oder wird auf der energetischen Ebene fast selbst zu seinem Krafttier, je nachdem, wie intensiv die Verschmelzung ist.

Wie stark der Tänzer bereit ist, sich auf den Tanz einzulassen, ist meiner Erfahrung nach von verschiedenen Faktoren abhängig. Es hat sehr viel mit Vertrauen zu tun: Mit dem Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, dem Vertrauen in das Krafttier und ggf. auch in andere spirituelle Begleiter, dem Vertrauen an eine sichere Umgebung und dem Vertrauen in die anderen Personen, die noch anwesend sind. Des Weiteren muss eine gewisse Bereitschaft bestehen, zumindest einen Teil seiner eigenen Kontrolle an das Krafttier abzugeben. Je mehr Bereitschaft vorhanden ist, sich fallen zu lassen und die Kontrolle an das Krafttier abzugeben, je intensiver ist der Tiertanz.

Sich frei machen und sich wie ein Tier zu bewegen, Laute von sich geben und ungewöhnliche Dinge tun, fällt vielen am Anfang sehr schwer. Besonders wenn andere dabei sind, ist das „Ich trau mich nicht.“ oder das „Es ist mir peinlich.“ bei manchen sehr stark. Es dann doch tun und sich von den möglichen Meinungen der anderen zu lösen, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstbewusstsein. Sich seiner Selbst bewusst zu sein, ist für alle Bereiche der schamanischen Tätigkeit sehr wichtig.
Der Tanz wird meistens von Trommeln, Rasseln oder anderen Rhythmusinstrumenten begleitet. Doch auch andere, passende Musik kann dafür verwendet werden. Wichtig ist, dass die Musik sowohl für den Tänzer als auch für das Krafttier passt. Die Begleitung muss auch keine live Trommel sein. Es funktioniert fast genau so gut mit dem YouTube Video vom Handy.

Vorerfahrungen im Tanz sind nicht nötig. Auch wenn ich in meinem kleinen Erfahrungsbericht (weiter unten) geschrieben habe, dass ich selbst Bauchtanz mache, ist es nicht wichtig, ob und wie gut jemand sonst tanzen kann, der einen Krafttiertanz machen möchte. Der Tanz kommt aus dem Inneren heraus und aus der Verbindung zum Tier. Je tiefer die Tanztrance ist, je intuitiver sind die Bewegungen und je weniger sind sie vom Tänzer selbst bestimmt. Manchmal entdeckt jemand beim Tiertanz sogar, dass er doch tanzen kann und Spaß daran hat, obwohl er vorher gesagt hat, dass er absolut nicht tanzen kann.

Es gibt wunder schöne Bilder von Schamanen in aufwendigen Gewändern, die einen Trancetanz oder Tiertanz machen. Doch besondere Kleidung ist genau so wenig erforderlich wie tänzerische Vorkenntnisse. Manchmal ist es durchaus sinnvoll, mit einem besonderen Gewand zu beeindrucken. Das Auge isst mit.

Das einzige, das für einen Krafttiertanz wichtig ist, ist es, sein eigenes Krafttier zu kennen und die Bereitschaft, mit dem Krafttier und für das Krafttier zu tanzen. Einen Tiertanz kann also auch jemand machen, der nicht schamanisch Reisen kann. Auch für jemanden ohne oder mit wenig Erfahrung kann das ein sehr intensives Erlebnis sein. Ich weiß allerdings auch, dass nicht jeder Schamane diese Meinung teilt. Manche sagen auch, dass für einen Krafttiertanz bereits ein sehr enges Vertrauensverhältnis zum Krafttier bestehen muss und dass fundierte Kenntnisse in schamanischer, magischer Arbeit vorhanden sein sollten. Sicherlich ist ein Krafttiertanz sehr viel intensiver und die Trance sehr viel tiefer, wenn jemand viel Erfahrung hat. Doch das ist nach meiner Erfahrung keine Voraussetzung.
Meine Empfehlung für Anfänger, sich für schamanische, magische Erfahrungen einen kompetenten weltlichen Begleiter / Lehrer zu suchen gilt aber auch hier.

Eigene Tiertanz Erfahrungen

Hirschtanz

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie es bei meinem ersten Tiertanz war. Das schamanische Reisen hatte ich zwar schon gelernt, hatte aber noch nicht viel Übung darin. Zu meinem Krafttier hatte ich schon guten Kontakt.
Es waren relativ wenig Leute dabei und einige davon kannte ich schon länger. Trotzdem war es mir irgendwie peinlich. Ich hatte total Angst, dass ich mich lächerlich mache. Ich war die einzige, die noch nie einen Tiertanz gemacht hatte. Doch diese Sorge war völlig unnötig. Natürlich waren alle sehr tolerant und es war völlig unwichtig, dass es für mich das erste mal war. Außerdem habe ich auch damals schon Bauchtanz gemacht, wusste also durchaus, mich gut zu bewegen. Also tanzte ich einfach mal drauf los und es gelang auf Anhieb, die Verbindung zum Krafttier herzustellen.

Hinterher habe ich mich sehr gut gefühlt. Es war eine tolle Erfahrung, das Gefühl zu haben, über Gras zu laufen, obwohl ich einen Teppich unter den Füßen hatte. Ich konnte den Wald riechen, obwohl ich in einem geschlossenen Raum war. Ich konnte die Kraft des Tieres ganz deutlich spüren und habe eine Vorstellung von seinen Instinkten bekommen. Das hat die Bindung zu meinem Krafttier deutlich gestärkt.

Bärentanz

Eine Frau, die mich vor Jahren bei einem Tiertanz beobachtete sagte hinterher zu mir, dass sie die ganze Zeit darauf gewartet hätte, dass mir Fell wächst. Für sie war ich in dem Moment tatsächlich ein Bär in Menschengestalt. Der Tiertanz war gar nicht geplant sondern hatte sich ganz spontan aus eine Idee heraus entwickelt. Ich hatte ganz normale Alltagskleidung an. Trotzdem war ich beim Tanz der Bär. Oder genauer war der Bär mit in meinen Körper geschlüpft. Mir war es völlig egal, wer und wie viele andere noch da waren. Ich nahm sie nur noch ganz am Rande wahr. Gerade genug, um niemanden anzurempeln.

Tanz mit dem Wind

Ich schließe die Augen.
Ich versinke im Klang der Trommel,
werde eins mit dem Rhythmus,
lasse mich fallen.
Der Raum um mich verschwindet.
Die Geister rufen nach mir
und ich folge diesem Ruf.
Schwarzes Gefieder,
Wolken und Wind.
Die unendliche Weite des Himmels.

Mein Körper beginnt, sich zu bewegen.
Ich breite meine Arme aus.
Nein, nicht mehr Arme.
Schwarze Flügel.
Ich grüße meine Brüder und Schwestern.
Der Schwarm erhebt sich in die Lüfte.
Das blaugrau des Winterhimmels erwartet mich.
Ein kalter Wind hebt mich weiter nach oben.
Stark sind meine Flügel.
Stark und wunderschön.

Es ist herrlich, die Kraft der Krähe zu fühlen.
Sie fließt durch mich, erfüllt mich.
Ich bin Sie, Sie ist Ich.
Krähenmensch – Menschkrähe.

Jasra, 22.01.2021
(Karfttiertanz mit der Krähe)

Krafttiere Krähen


Wie finde ich mein persönliches Krafttier oder Totem?

Krafttierkarten

Es gibt verschiedene Krafttierkarten. Diese Karten beschränken ihre Möglichkeiten allerdings allein dadurch, dass sie alle nur eine begrenzte Zahl von Tieren zur Verfügung stellen. Auch was die Beschreibung der Bedeutungen der einzelnen Tiere angeht, ist das kritisch zu bewerte. Und doch liefern sie gute Hinweise. Um einen Begleiter für eine spezielle Situation zu finden, sind sie gut geeignet.
Hier fehlt allerdings völlig die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit dem Tiergeist zu treten. Die Kommunikation findet ggf. nur einseitig statt, z.B. in Form eines Gebetes an das Krafttier oder Totem

Einige Karfttierkarten:
http://www.amazon.de/Krafttier-Karten-44-mit-Anleitung/dp/3936862974
Krafttierkarten, Steven Farmer, 44 Karten
http://www.amazon.de/Die-Kraft-Tiere-60-Krafttierkarten/dp/3937817107
Die Kraft der Tiere, Sylvia Esch, 60 Karten
http://www.koenigsfurt-urania.com/shop/produktansicht/krafttiere-und-ihre-seelischen-botschaften.html
Krafttiere und ihre seelischen Botschaften,Regula Meyer / Karin Lurz
https://www.amazon.de/Das-Krafttier-Orakel-liebevoller-Begleiter-Begleitbuch/dp/3843490929/
Das Krafttier-Orakel: Ein liebevoller Begleiter im Allta, Jeanne Ruland (die benutze ich bei Bedarf)

Krafttiere und Totem suchen lassen

Es besteht die Möglichkeit, einen Schamanen oder eine Schamanin aufzusuchen, und diesen zu bitten, sein persönliches Krafttier oder Totem zu suchen. Auch hier ist die Möglichkeit der persönlichen Kommunikation eingeschränkt. Sie kann von Seiten des Krafttieres ggf. nur über den Schamanen stattfinden, der dann Botschaften und Hinweise übermittelt. Oder das Krafttier schickt Hinweise und Botschaften in die alltägliche Welt. Doch die werden leider nicht immer sofort erkannt.
Und doch habe ich selbst bei meinen Beratungen schon oft den Kontakt zum Krafttier eines Klieneten “vermittelt”. Nicht jeder, der Kontakt zu seinem Krafttier haben möchte bzw. einafch wissen möchte was sein Krafttier ist, möchte auch gleich schamanische Techniken lernen. Darum ist es völlig legitim, sich seine spirituellen Begleiter von  jemandem suchen zu lassen, der sich damit auskennt.

Im Rahmen meiner schamanischen Arbeit stelle ich gern den Kontakt zu den persönlichen Krafttieren oder Totems her. Das geht ggf auch über Entfernung (Skype, Telefon, Zoom).
Schamanische Beratung / spirituelle Lebenshilfe

Krafttiere und Totem selbst suchen – schamanisches Reisen lernen

Das eigene Krafttier zu finden, ist eine der elementaren Grundlagen in schamanischen Basiskursen.
Das Erlernen des schamanischen Reisens in die Geisterwelt wird meistens mit der Suche nach dem eigenen Krafttier begonnen. So ist es auch in meinem Seminar “Grundlagen der schamanischen Arbeit”.
Der Vorteil, das schamanische Reisen selbst zu lernen ist, dass die direkte und schnelle Kommunikation mit dem eigenen Krafttier zu jeder Zeit und an jedem Ort stattfinden kann.
Ich kenne viele, die ein Grundlagenseminar nur besuchen, um zu lernen, mit ihrem eigenen Krafttier zu kommunizieren und es somit als Ratgeber nutzen zu können, ohne von anderen abhängig zu sein.
Auch im Rahmen einer Einzelsitzung kann das schamanische Reisen unterrichtet werden. Nicht jeder möchte sich damit im Rahmen einer Gruppe befassen.

Natürlich gebe ich zu, dass ich an dieser Stelle auch Werbung für meine eigenen Seminare machen möchte. Aber unabhängig davon, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es die beste Methode ist, sein Krafttier oder Totem zu finden.
Es gibt auch viele andere schamanisch arbeitenden Menschen, die ihr Wissen gern weiter geben. Welcher der richtige ist, muss jeder selbst entscheiden.
Wenn Sie Interesse an einem Basiskurs oder einer Einzelsitzung bei mir haben, besuchen Sie meine Seminarseiten oder kontaktieren Sie mich.

Sich als Anfänger ohne kundige Hilfe auf die Suche nach dem Krafttier zu begeben, ist nicht sinnvoll.

Aufgrund der aktuellen Situation finden Seminare und schamanische Ausbildung
auch über Skype online statt.

Schamanin Jasra mit Adler

Krafttier oder Helfertier?

Häufig findet man neben dem Begriff Krafttier auch den Begriff Helfertier.  Aber wo ist der Unterschied? Ich persönlich sehe als Krafttiere die Tiergeister, die in der Geisterwelt leben und für längere Zeit zu uns kommen, um uns zu unterstützen und zu begleiten.
Helfertiere sind kurzzeitige Begleiter aus der Geisterwelt oder Tiere, die uns in der realen, alltäglichen Welt geschickt werden.

Helfertiere in der alltäglichen Welt

Als Helfertiere sehe ich die Tiere, die in der alltäglichen, realen Welt zu uns kommen oder zu uns geschickt werden um uns zu unterstützen oder uns eine Botschaft zu übermitteln oder einen Hinweis zu geben.
Das Helfertier kann ein Haustier sein, dass uns eine lange Zeit auch als spiritueller Begleiter zur Seite steht.  Meine Katzen sehe ich zum Beispiel als solche Helfertiere. Die Katze wird ja auch in der Lieratur häufig als weltlicher und zugelich spiritueller Begleiter erwähnt. Die Hexenkatze ist mehr als ein Klischee.
Ich kenne eine ganz wundervolle Psychotherapeutin, die einen kleinen Hund hat, der immer bei den Sitzungen mit dabei ist. Auch ihn sehe ich als so ein besonderes Helfertier. Solche Tiere kenne ich auch unter dem Begriff  Familiar, Tierbegleiter, Tiergefährte oder Vertrauter.

Doch auch Tiere, die uns plötzlich häufiger begegnen als sonst oder in einer besonderen Situation zu uns kommen, können Helfertiere sein. Ich erinnere mich an eine Situation aus meiner Zeit in Niederbayern. Wir haben in dem Haus dort 8 1/2 Jahre gelebt und hatten nie Probleme mit Ameinsen. Doch plötzlich hatten wir auf einmal ein riesige Menge fliegende Ameisen im Wohnzimmer. Sie saßen alle von innen an der großen Fensterfront zum Garten. Sie hatten eine wichtige Botschaft. Also waren es in dem Moment Helfertiere.

Helfertiere aus der Geisterwelt

Helfertiere können auch in der Geisterwelt auftreten bzw aus der Geisterwelt zu uns kommen.  Krafttiere begleiten uns in der Regel einen mehr oder weniger langen Zeitraum. Das können mehrere Monate oder auch viele Jahre sein. Helfertiere aus der Geisterwelt begleiten uns nur für sehr kurze Zeit. Es ist ein Tiergeist, der nur für ein ganz bestimmtes Problem für kurze Zeit zur Hilfe kommt.

Hier habe ich auch ein schönes Beispiel selbst erlebt:
Ich war mal wieder im Wald unterwegs. Schön quer durch wie ich es am liebsten mache. Nur war es eine Gegend, wo ich mich nicht sehr gut auskannte. Also hatte ich nach 3 Stunden tatsächlich ein bisschen die Richtung verloren. Darum bat ich allgemein die Waldgeister um Hilfe. Sie schickten aus der Geisterwelt ein kleines Eichhörnchen, dass mir den richtigen Weg zeigte.  Als ich wieder in die richtige Richtung lief, um zurück zu meinem Auto zu finden, veschwand es wieder.

In der Klientenarbeit erlebe ich solche Helfertiere auch häufig. Das sind dann Tiergeister, die dem Klienten helfen können, durch ein ganz bestimmtes Problem zu kommen. Danach gehen sie wieder.
Manchmal sind die Grenzen auch fließend. Nicht immer ist es ganz eindeutig, ob ein Tiergeist jetzt ein Krafttier oder ein Helfertier ist. Die Begriffe werden auch nin der Literatur nicht überall einheitlich verwendet und definiert.

Als Anregung und Denkanstoß habe ich selbst eine Übersicht über verschiednene Krafttiere und Helfertiere und welche Bedeutung sie haben können zusammengestellt:
Krafttiere und Helfertiere (Übersicht)
(Diese Seite ist noch in Arbeit und wächst langsam aber stetig.)

Krafttie Schmetterling

Wichtiger Hinweis

Aus rechtlichen Gründen ein wichtiger Hinweis:
Die Anwendung e
nergetisierter, magischer, schamanischer, spiritueller Gegenstände können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Die Anwendung magischer, schamanischer, spiritueller Praktiken / Techniken / Rituale können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Deren Wirkung ist nicht wissenschaftlich erwiesen.

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