Räucherungen

Räuchern und Räuchermischungen

Das Räuchern gehört bei fast allen, die magisch unterwegs sind, dazu. Ob Schamane, Druide, Hexe oder einfach nur moderner Heide, fast alle verwenden diverses Räucherwerk. Viele mischen dieses gern selbst zusammen. Denn dann ist im Räucherwerk auch nur genau das drin, was man gerade haben möchte.
Räucherungen im Allgemeinen sind für sich schon ein sehr umfangreiches Thema. Hierfür werden nicht nur Heilkräuter, sondern auch Hölzer und Harze verwendet.
Auch bei den Zutaten für Räucherungen gilt, genau wie bei den ätherischen Ölen, je besser die Qualität, desto besser die Wirkung.

Grundsätzlich sollte die Anwendung von Pflanzen oder Pflanzenteilen als Heilmittel immer mit einem Heilpraktiker oder Arzt wegen möglicher Risiken und Nebenwirkungen abgeklärt werden.
Auch bei der Verwendung als Räucherung oder als ätherisches Öl kann es zu Nebenwirkungen kommen. Über die Wirkweisen einer Pflanze in den verschiedenen Anwendungen sollte sich jeder vorher ausführlich informieren.
Auch Allergien und Unverträglichkeiten muss man beachten.
Räucherwerk ist zum räuchern gedacht und nicht zum Verzehr geeignet!
Die (energetische, magische, spirituelle) Wirkung von Räucherwerk ist nicht wissenschaftlich erwiesen und kann auch nicht garantiert werden.

Räucherschale, Räucherkessel und Co

Zum Räuchern benötigt man ein feuerfestes Gefäß. Dieses wird mit Sand gefüllt oder eine Räucherkohle direkt hineingelegt. Dabei bitte darauf achten, dass das Gefäß auf einem hitzebeständigen Untergrund steht.

Räucherkohle bekommt man normalerweise in Esoterikläden, aber auch im Devotionalienhandel (dort bekommt man manchmal auch Weihrauch sehr günstig). Auch auf Mittelaltermärkten habe ich sie häufig gefunden. Inzwischen ist der örtliche Shisha Laden sicher auch eine gute Quelle für Räucherkohle. Besonderes Merkmal dieser Kohle ist, dass sie sich leicht anzünden lässt und sehr schnell glüht.

Inzwischen gibt es auch Räuchergefäße mit einem Gitter (Räuchersieb), unter das ein Teelicht gestellt wird. Darauf kommt dann die Räucherung.

Werden Pflanzenteile geräuchert, dürfen diese nicht zu grob sein. Sonst verglühen sie nicht vollständig. Die enthaltenen ätherischen Öle können sich nicht gut entfalten und es riecht schnell sehr unangenehm verbrannt. Zu klein dürfen die Teile auch nicht sein. Dann verglühen sie zu schnell.

Zum selber mischen von Räucherungen wird auf jeden Fall ein Mörser benötigt, um die Zutaten zu zerkleinern. Gute Steinmörser gibt es in gut sortierten asiatischen Läden zu kaufen.

! Auch beim Räuchern immer auf mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen der Pflanzen achten. Dazu gibt es Informationen in guten Pflanzenbüchern. Ggf. auch einen Heilpraktiker oder Apotheker fragen.

Räuchersieb oder Räucherkohle?

Das Räuchersieb ist auf Dauer erheblich billiger als Räucherkohle.
Es verklebt beim Räuchern von Harzen allerdings recht schnell und muss häufig gründlich gereinigt werden.
Das Räuchersieb ist schneller einsatzbereit und die Kerze darunter hat eine längere Brenndauer als Kohle.
Wenn die Flamme unter dem Sieb zu hoch wird, verbrennt die Räucherung statt zu verglühen. Wenn die Flamme zu niedrig ist, verglüht die Räucherung nicht mehr richtig.
Selbstzündende Räucherkohle riecht etwas unangenehm beim Vorglühen.
Der Untersetzter vom Räuchersieb muss sehr hitzebeständig sein, da er sonst leicht springen könnte. Das Sieb wird sehr heiß.
Eine Schale mit Sand und Räucherkohle ist wesentlich standfester als ein Tongefäß mit Räuchersieb. Es sei denn, es wird ein sehr großes Sieb verwendet. Das ist aber wieder recht teuer.
Ich verwende selbst erheblich häufiger Räucherkohle als das Räuchersieb. Der Sicherheitsaspekt ist bei uns sehr wichtig, da auch oft kleine Kinder mit dabei sind.

Welche Zutaten sind die richtigen für meine Räuchermischung?

Um die richtige Mischung zu finden, ist es sinnvoll, sich ein wenig mit den Wirkungen der einzelnen Zutaten auszukennen. Es gibt eine ganze Reihe Bücher, in denen das nachzulesen ist. Ich finde es allerdings sinnvoller, die Wirkungen selbst herauszufinden. Dafür wird eine einzelne Zutat verräuchert.
Dabei ganz genau spüren, was passiert.
Wie riecht es?
Welche Gefühle und Assoziationen löst es aus?
Wie ändert sich die eigene Energie und die Energie im Raum?
Eine schamanische Reise ist ebenfalls eine gute Informationsquelle. Nicht jede Zutat wirkt bei jedem genau gleich.
Achtung:
Eine ganze Menge Pflanzen sind giftig. Diese zu verräuchern kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen.
Auch beim Räuchern auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten achten!
Durch die Rauchentwicklung große Vorsicht, wenn alte Menschen, empfindliche Menschen, kleine Kinder und kranke Menschen im Raum sind.
Rauchmelder reagieren auch auf kleine Mengen von Rauch.
Generell gilt, weniger ist mehr.

Folgende Fragen sind für die richtige Auswahl wichtig:
Zu welchem Anlass wird geräuchert? (Ritual, Hausreinigung; zur Entspannung,…
Wo wird geräuchert? (Im Haus oder Draußen; In einem großen oder kleinen Raum;…)
Wer ist dabei anwesend?
Gibt es Allergien oder Unverträglichkeiten?
Gibt es besondere Vorlieben?

Zu besonderen Anlässen wie Jahreskreisfesten, Hochzeitszeremonien, Namensgebungen oder Hausreinigungen und natürlich für den eigenen Bedarf mische ich mein eigenes Räucherwerk. Gelegentlich stelle ich auch für Klienten eigene, ganz individuelle Mischungen zusammen. Dabei achte ich  auf natürliche Zutaten. Ich verwende generell keine Duftzusätze und ähnliches. Doch gerade bei großen Herstellern ist es nicht selten, dass auch zusätzliche Duftstoffe verwendet werden damit die Räuchermischung intensiver riecht. Denn nicht alle natürlichen Kräuter und Harze haben einen intensiven Eigengeruch. Und häufig wird Räucherwerk nicht danach gekauft wie es wirkt sondern ob es im nicht geräucherten Zustand gut riecht. Doch das gibt meistens keine Aussage darüber wie es dann verräuchert tatsächlich riecht. Manches was gut wirkt riecht nicht besonders gut. Ich denke da z.B. gerade an den
Beifuß. Er ist super für die Reinigung geeignet, riecht aber geräuchert für viele nicht sonderlich angenehm.
Teilweise bekomme ich meine Mischungen auch von meinen spirituellen Helfern bei einer schamanischen Reise vorgegeben.


In der Hexenküche beim zusammenstellen von Räuchermischungen für eine Zeremonie.

Räucherungen zu den Jahreskreisfesten

Räucherungen zu Jul

Jul  I:
Zimt
Nelke
Cardamom
Anis
Weihrauch
Myrrhe

Jul II:
Weihrauch
Tannenharz
Zimt
Apfel
Orangenschalen
Cardamom
Nelken

Jul  III:
Weihrauch
Tannenharz
Zimt
Wachholderbeeren
Mistel
Orangenschale
Drachenblut
Sandelholz

Jul und Rauhnächte:
Weihrauch
Zimtstange
Myrreharz
Apfelschale
Fichtenharz
Wachholderbeeren
Holunderblüten
Erdrauchkraut
Nelke
Sternanis
Lavendelblüten
Rosenblüten
Orangenblüten
Das ist inzwischen meine Lieblingsmischung für Jul und die Zeit der Rauhnächte.

Auch geeignet für Jul sind:
Ilex (Stechpalme)
Nelkenwurz
Tannennadeln

Reinigungsräucherung für Jul:
Salbei
Beifuß
Wachholderbeeren
Tannennadeln


Räucherungen zu Imbolc


Baumharz von Nadelbäumen eignet sich sehr gut zum Räuchern


Räucherungen zu Ostara

Ostara  I:
Birkenblätter
Beifuß
Zitronenverbene
Eibischblätter
Holunderblüten
Lavendelblüten
Kamillenblüten
Lindenblüten
alles etwa zu gleichen Teilen

Ostara  II:
Rosenblätter
Lavendelblüten
Himbeerblätter
Ringelblumenblüten
Weißdorn (Kraut und Blüten)
Salbei
Tannenharz
Weihrauch (Ostermischung)
alles etwa zu gleichen Teilen,
nur Tannenharz eher weniger

noch gut für Ostara geeignet sind:
Erdbeerblätter
Veilchenblüten
und alles was sonst noch frisch,
blumig und frühlingshaft ist

Reinigungsräucherung für Ostara:
Beifuß
Salbei
Erdrauch
Lavendel
Tannenharz


Räucherungen zu Beltaine


Dammar                                       Lavendel

Beltaine I:
Rosenblätter
Kalmus
Lavendel
Wildapfel
Weihrauch

Beltaine II:
Weihrauch
Damiana
Patchouli
Apfel
Rosenblätter
Zimt

Beltaine III:
Jasminblüten
Rosenholz
Lavendelblüten
Veilchenblüten
Tannenharz
Rosmarin

auch für Beltaine geeignet sind:
Styrax
Olibanum
Benzoe
Sandelholz
Drachenblut
Waldmeister
Neroli
Dammar
und alle anderen schweren, anregenden und sinnlichen Räucherzutaten

Reinigungsräucherung für Beltaine:
Salbei und/oder Beifuß
Rosmarin
Waldmeister


Räucherungen zu Litha

Litha  I:
Weihrauch
Rosmarin
Rosenbläten
Holunderbläten
Lavendelbläten
Taubnesselbläten
Myrthe Blätter
Gänseblämchen
Die Mischung eignet sich für das Ritual zur Sommersonnenwende genau so wie für die kleine Räucherung zwischendurch.
Sie kann den ganzen Sommer über verwendet werden. Reiche, sommerliche Blütenfrische zeichnet diese Mischung aus.


Räucherungen zu Mabon


Reinigungsräucherung

Als Räucherungen eignen sich alle schweren, erdigen Düfte und verschiedene Kräuter und Blüten. Zum Dank für eine gute Ernte darf auch die Räucherung entsprechend üppig ausfallen mit dem, was Wald, Wiese und Kräutergarten alles hergeschenkt haben.

Mabon – Räucherung (2007):
Lavendelblüten
Ringelblumenblüten
Flechte (Den genauen Namen kenne ich leider nicht. Ich habe sie im Wald gesammelt und bevor sie herunter gefallen waren, wuchsen sie auf Ästen von Nadelbäumen.)
Erdrauchkraut
Weihrauch hell
Mistel
Tannenharz
Pfefferminzblüten

Mabon – Reinigung (2007):
Beifuß
Thymian
Eichenrinde
Tannenharz


Räucherungen zu Samhain

Samhain Räucherung:
Weihrauch, schwarz
getrocknete Apfelstücke
Wermut
Beifuß
Patschuli
Sandelholz
Wacholderbeeren
Efeublätter

Samhain Räucherung II:
Weihrauch schwarz
Dammar
Thuja (Lebensbaum)
(nur in geringen Mengen verwenden)
Wermut
Eichenrinde
Diese Räucherung nicht verwenden, wenn Kinder oder schwangere Frauen am Ritual beteiligt sind.

Samhain Reinigung:
Salbei
Wacholderbeeren
Tannenharz

Auch gut geeignet für Samhain sind:
Benzoe
Wachholderholz und Nadeln
Weinraute oder Gartenraute
Zedernholz
und alle schweren, erdigen Düfte



Andere Räuchermischungen

Reinigungsräucherungen


Vor dem Ritual wird der Ritualplatz mit einer Reinigungsräucherung gereinigt.
Die Gäste werden energetisch gereinigt bevor sie den Kreis betreten.

Welche Zutaten ich in eine Reinigungsräucherung mische, hängt vom Anlass und von den anwesenden Personen ab.
Mischungen speziell zu den Jahreskreisfesten sind im jeweiligen Kapitel zu finden.
Ansonsten mische ich meist intuitiv, indem ich mich beim Mischen gedanklich intensiv auf den Anlass und die beteiligten Personen einstelle.

Geeignet für Reinigungsräucherungen sind:
Salbei
Beifuß
Wachholderbeeren
Wachholdernadeln
Wacholderholz
Lavendel
Tannenharz
Tannennadeln
Rosmarin
Weihrauch
Lindenblüten
Brennnesselblätter
Myrrhe
Kümmel

Salbei und Beifuß sind besonders wirksame Zutaten. Darum sollte eines davon in einer reinigenden Räuchermischung immer dabei sein. Die anderen Zutaten können je nach Bedarf variieren.

Reinigungsräucherung zum Handfasting:
Salbei
Gänseblümchenblüten
Brennnesselblätter
Beifußkraut
Fichtenharz

Reinigung:
Beifuß
Salbei
Thymian
Kümmel
Fichtenharz
Manchmal gebe ich noch Weihrauch dazu.
Meine aktuelle Lieblingsmischung für Reinigungen.


Räuchern für meine Hausgeister

Hausgeiter Mischung:
Lavendelblüten
Mistel
Weißdorn
Minzblätter
Holunderblüten
Weihrauch

Dies soll eine kleine Anregung sein.
Die Geister sind in jedem Haus natürlich andere und damit genauso individuell wie die menschlichen Bewohner. Um eine passende Mischung zu finden, ist es gut, sich ein wenig auf die Energie der Hausgeister einzustellen und dann intuitiv die einzelnen Zutaten zusammen stellen.
Wird die Mischung für die “eigenen” Hausgeister zusammengestellt, ist es auch hilfreich, sich ein wenig nach dem eigenen Geschmack zu richten. Nach dem eigenen Geschmack ist das Haus auch eingerichtet, in dem Geister und Menschen gemeinsam leben. Wer gelernt hat, mit den Geistern direkt in Kontakt zu treten, zum Beispiel durch eine schamanische Reise, kann auch nachfragen, was den Hausgeistern besonders gut gefallen würde.


“Für Kreativität und gute Ideen” oder “Für die Musen”

Pfefferminze
Zitronenverbene
echtes Eisenkraut (verbena officinalis)
Weihrauch (hell, zitronig)
Lavendelblüten

auch gut geeignet: Orangenschalen
Zitronenschalen


Für die Ahnen

Weihrauch hell
Rosenblüten
Lavendel
Sandelholz
Diese Räucherung ist ursprünglich für Samhain gedacht, kann aber auch, um die Ahnen zu ehren, zu anderen Zeiten verwendet werden.


Räuchermischungen für Hochzeitsrituale (Handfasting)


Bei Ritualen stehen meine Räucherutensilien auf dem Altar für das Element Luft, zu dem auch das Räuchern gehört. Wobei das Räuchern auch einen Feuer Aspekt hat das das Räucherwerk auf einer Kohle verglüht.  Hier war es ein Handfasting und eine Namensgebungszeremonie für die jeweils eine besondere Räuchermischung zusammengestellt hatte.

Handfasting Räucherung  I:
Rosenblüten
Lavendel
Orangenblüten
Eisenkraut
Damianablätter
Patchoulikraut
Dammar
Weihrach schwarz

Handfasting Räucherung  II:
Rosenblüten
Ringelblumenblüten
Lavendelblüten
Erdrauchkraut
Patchoulikraut
Damiana
Weihrauch

Handfasting Räucherung  III:
Rosenblüten
Lavendelblüten
Jasminblüten
Patchoulikraut
Myrthenblätter
Weihrauch
Damianablätter

Hochzeitsräucherung
Lavendelblüten
Rosenblüten
Jasminblüten
Drachenblut
Patchouli
Damiana
Weihrauch
Dammar
Fichtenharz

Die Zusammensetzung der Räuchermischungen für Hochzeitzeremonien sind imer wieder ähnlich. Doch sie werden bei meinen Handfastings für jedes Paar ganz individuell zusammengestellt.
Mehr zum Thema heidnische, naturspirituelle, schamanische Hochzeiten unter Handfasting.


Schamanische Reise – Räucherung

Um das Eintauchen in die Geisterwelt bei einer schamanischen Reise oder bei einer Mediation zu fördern, kann auch eine Räucherung helfen.

Weihrauch schwarz       5 Teile (es kann auch anderer Weihrauch  genomme werden)
Dammar –  3 Teile
Eisenkraut – 2 Teile
Lavendelblüten  –  1 Teil
Rosenblüten  –  1 Teil
Mistel  –  1 Teil
Erdrauchkraut  –   1 Teil
Ringelblumenblüten  –  0,5 Teile


Räuchern bei der Hausreinigung

 

 

Aus rechtlichen Gründen ein wichtiger Hinweis:
Die Anwendung e
nergetisierter, magischer, schamanischer, spiritueller Gegenstände können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Die Anwendung magischer, schamanischer, spiritueller Praktiken / Techniken / Rituale können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Deren Wirkung ist nicht wissenschaftlich erwiesen.

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