Bardenhain

Willkommen im Bardenhain


Meine Harfe aber gespielt wird sie überwiegend von meiner Tochter.

Viele denken bei Bareden vielleicht als Erstes an den Barden Troubadix aus den Asterix Comics.
Doch es gibt es auch heute noch und es gibt sie vor allem wirklich.
Barden gab es ursprünglich im keltischen Kulturkreis. Sie waren Sänger und Dichter.
Ausführliches dazu gibt es bei Wikipedia – Barden
Musik und Dichtkunst in vielen Facetten hat die Menschheit schon seit Jahrtausenden fasziniert. Die ältesten Funde von Knochenflöten wurden auf ein Alter von über 40 000 Jahren datiert.
Etwas Interessantes zum Thema prähistorische Musik

Für mich persönlich hat Musik und Dichtkunst und damit das Bardentum ganz viel mit Magie zu tun.
Sowohl Worte als auch Töne haben eine große Kraft.
Musik und Dichtkunst waren nicht speziell Teil meiner Ausbildung. Es hat sich einfach mit entwickelt.
Zu den Jahreskreifesten und anderen Ritualen wurde fast immer gesungen. Anrufungen mussten geschrieben werden und einiges mehr.  So schrieb ich dann meine ersten lyrischen Texte und im Lauf der Zeit auch ein paar Lieder. Ich habe viel Spaß an gemeinsamem Musizieren. Und ich kenne einige, die ich als Barden, im musikalischen und auch im magischen Sinn, bezeichnen würde.


Bei großen Zeremonien wie Handfasting (Hochzeit) oder Namensgebung begleitet uns meine  Tochter gelegentlich auf der Harfe.

Mein eigenen Texte beinhalten verschiedenste Themen. Was mir gerade so in den Sinn kommt.
Das Schreiben von lyrischen Texten geht selten auf Kommando. Da muss es richtig fließen.
Schreiben ist Magie, schreiben ist schamanisieren, zumindest für mich.  Doch es ist anders als eine ganz normale schamanische Reise. Die Energie muss stimmen. Wenn ich Lyrik schreibe, stehe ich genau wie beim Malen im engen Kontakt zu meinen spirituellen Helfern in der Geisterwelt. Sie inspirieren mich.
Oft kann ich hinterher gar nicht mehr so ganz genau sagen, was davon meine eigenen Worte sind und was davon von meinen Spirits kommt. Ich sehe es als Teamwork.

Ein bisschen was von meiner Bardenkunst möchte ich hier vorstellen.
Ich bitte darum, zu berücksichtigen, dass ich alle Texte selbst geschrieben habe.
Jede Form der Weiterveröffentlichung ohne meine Genehmigung verstößt gegen das Urheberrecht.
Bei Interesse an einer Weiterveröffentlichung senden Sie mir bitte eine Mail.

Im Vergleich zu meiner alten Homepage habe ich die Zahl der veröffentlichen Text deutlich reduziert, da ich daran arbeite, meine Texte in Buchform zu veröffentlichen. Wie lange das noch dauern wird, kann ich allerdings nicht sagen.

Vorläufiges Deckblatt meines Lyrikbandes

 


Zu den Jahreskreisfesten

Wintersonne

Es ist kalt.
Bei jedem Schritt knirscht es unter meinen Füßen.
Die Rauhnächte sind noch nicht lange vorbei.
Der Atem bildet Wolken und schlägt sich auf meinem Schal nieder.
Manche Bäume sind noch mit zartem Weiß bedeckt.
Viele hat der Wind schon wieder vom Schnee befreit.
Ich genieße jeden Schritt.
Das Weiß wechselt mit dem dunklen Grau der Bäume
und geht über in endloses Blau.
Ich schließe die Augen.
Das helle Licht der Sonne auf dem Schnee blendet mich.
Ich bin hingerissen von der Schönheit des Winters.
Ich bin beeindruckt, wie viel Licht die “Dunklen Tage” bringen können.
Ich fange das Licht ein und lasse mich von der Sonne wärmen.

Ich betrete den Wald.
Die Sonne leuchtet durch die Äste.
Die hängen gebliebenen Blätter des Herbstes
leuchten wie diamantbesetztes Gold.
Ich bin jenseits der Grenzen der Zeit.
Dies ist nicht mehr die alltägliche Welt.
Ich wandere zwischen den Welten.
Die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen
erleuchten den sonst dunklen Wald.
Jeder Ast, jeder Stein, jede kleinste Wölbung im Boden
ist klar und deutlich zu erkennen.
Meine Gedanken sind klar und hell
wie die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen.
Und der Schnee knirscht bei jedem Schritt unter meinen Füßen.

Ein Reh, ganz nah.
Sein Fell scheint durch die Sonne von innen heraus zu leuchten.
Es flüchtet nicht, sondern beobachtet mich.
Es heißt mich als Gast willkommen.
Ich spüre die Wesen um mich und sie wissen, dass ich da bin.
Ich spüre die Kälte schon lange nicht mehr.
Ich bin eingetaucht in den Zauber der Wintersonne.
Ich grüße die Bäume, jedes Wesen und jeden Sonnenstrahl auf meinem Weg.
Ich folgte dem Gefühl und gehe immer der Nase nach.
Die festen Wege habe ich längst verlassen.
Ich lasse mich vom glitzernden Schnee leiten.
Tierspuren sind meine Wegweiser.
Ich weiß, sie beobachten mich, die Wesen des Waldes.
Immer noch knirscht Schnee unter den Füßen.

Und dann stehe ich mitten drin.
Ich erwache wie aus einem Traum.
Ich hatte sie wieder gefunden.
Der quadratische Wall umgab mich.
Unberührter Schnee, nur meine eigenen Spuren.
Lange war mein letzter Besuch her.
Und doch jedes Stück vertraut.
Ich stehe auf uralten Boden.
Die Kraft des heiligen Platzes durchströmt mich.
Ich verneige mich und grüße alte Bekannte.
Ich spüre die Kraft der alten Götter um mich und in mir.
Leise halte ich Zwiesprache.
Mit ihnen und vor allem mit mir selbst.
Meine Gedanken sind klar durch die Kraft der alten Götter.

Es ist Zeit zu gehen.
Ich wandere zurück über uralten Boden,
erleuchtet von den Strahlen von der Wintersonne.
Es ist kalt.
Bei jedem Schritt knirscht es unter meinen Füßen.
Der Atem bildet Wolken und schlägt sich auf meinem Schal nieder.
Ich verabschiede mich von der Sonne
und danke den Geistern des Waldes für ihr Geleit.
Die alten Götter haben mich erhört.
(Jasra,  17.2.2006)

zum Jahreskreisfest Jul


Imbolc

Narren treibt den Winter aus
Tage werden länger.
Sonne kommt wieder heraus
bald schon wird es heller.

Erste warme Tage gegen Eiseskälte.
Sonne komm! Wir warten auf das erste Grün.

Lasst die Trommeln klingen,
Rasseln lauter Schall.
Wilde Masken schlingen
schnell des Winters Hall.

Natur sammelt schon Kräfte
Sich der Kält` zu wehr`n.
Bald schon schießen Säfte,
Leben wird wieder kehr`n.

Eingetlich soll das mal ein Lied werden.  Aber noch hat sich keine Melodie dazu gefunden.

Zum Jahreskreisfest Imbolc


Zeit des Frühlings

Erste wärmende Sonnenstrahlen.
Langsam schält sich erstes zartes Grün
Aus dem Grau des Winters.
Die Natur erwacht aus Ihrem Schlaf.
Schlüsselblume, Krokus, Buschwindröschen ~
Boten für hellere, wärmere Tage.
Das Weidenkätzchen lockt mit süßem Honig.
Zugvögel kehren heim aus dem Süden.
Neues Leben entspringt überall.

zum Jahereskreisfest Ostara


Beltaine

Feuer lodern hell.
Musik schallt über die Hügel,
Trommeln, Flöten und Gesang.
Wilde Klänge, … Flammen tanzen.

Feuer lodern hell.
Rote Wangen und leuchtende Augen.
Schneller Atem und lautes Lachen.
Wilde Frauen, … Flammen tanzen.

Feuer lodern hell.
Glänzende Körper und stampfende Füße,
Ekstatischer Tanz und Freudenrufe.
Wilde Männer, … Flammen tanzen

Feuer lodern hell.
Männchen sucht Weibchen.
Innig vereint im Feuerschein.
Wilder Reigen, … Flammen tanzen

zum Jahahreskreisfest Beltaine


Sommermorgen

Sonne flutet langsam über sanfte Hügel.
Ein leises Summen liegt in der Luft.
Eine leichte Brise liebkost das hohe Gras.
Der Tag ist noch jung.
Winzige Tautropfen, wie tausende von Diamanten,
schimmern noch im ersten Schein des Morgens.
Schmetterlinge tanzen von Blüte zu Blüte.
Bienen laben sich am süßen Nektar der Akelei.
Lausch der leisen Stimme des Flusses.
Sein Plätschern erzählt vom Tanz der Feen,
erzählt von Nümpfen und Faunen.
Der Wind spielt in den Blättern der Birken.
Er singt das Lied des Sommers.
Im Weißdorn zwitschern Vögel um die Wette.
Hoch oben zieht ein Falke seine Bahn und genießt die Freiheit.
Die Weiden spenden der Quelle Schatten.
Steine sind mit kühlem Moos bewachsen.
Ein Ort der Ruhe und der Kraft.
Magie liegt in der Luft…
Noch sind die Lieder der Nacht nicht ganz verklungen.
Wie im Traum sehe ich Bilder des vergangenen Abends.
Mondlicht spiegelte sich auf dem Wasser.
Altes Volk tanzte auf der Wiese in silbernem Schein.
Der Wind spielte zu Ihrem Reigen.

zum Jahreskreifest Litha


Die Bienen

Die Bienen summen um mich herum.
Eifrig geht es von Blüte zu Blüte.
Sommerpracht, Blütenduft, leuchtende Farben.
Alles ist bunt, rot, blau und gelb.

Die Bienen fliegen so fleißig von Blüte zu Blüte.
Sie sammeln den süßen Nektar des Sommers.
Sonnenglanz, Sommerklang, tanzende Dolden.
Alles ist bunt, orange, weiß und grün.

Die Bienen laben sich an der Fülle des Sommers.
Sie tanzen den alten Tanz des Lebens.
Von Blüte zu Blüte, den ganzen Sommer lang.
Alles ist bunt, lila, rosa und nochmal gelb.

zum Jahreskreisfest Lughnasad


Herbst

Heute ist die Zeit der Wende.
Tag und Nacht sind gleich.
Langsam sinkt die Sonne hinter den Horizont.
Ihr Licht wird langsam schwächer werden.
Ihre Strahlen werden an Kraft verlieren.
Der lange Tag wird langsam weichen
für eine lange Nacht.
Der Herbst zieht ein.
Er wird das Land verwandeln
in eine Pracht von rot, orange und gelb.
Schon hält die Göttin ihren Pinsel in der Hand.
In der Erde kehrt bald Ruhe ein.
Die Bäume verlieren ihr Laub in üppiger Schönheit
und bereiten sich vor auf einen langen Schlaf.
Heute ist der Tag des Dankes.
Die reiche Ernte des Sommers ist eingebracht.
Prall, rot und saftig hängen die Äpfel noch schwer am Baum.
Haselstrauch und Wallnussbaum werfen ihre Nüsse ab.
Das Eichhorn sammelt Vorrat für den Winter.
Die letzten Beeren leuchten an den Sträuchern
und laden ein zum festlichen Schmaus.
Ich danke Dir, weise Göttin!
Ich danke Dir, Mutter Erde!
Ich danke Dir, große Schöpferin!
Ich danke Dir, gehörnter Gott!
Ich danke Dir, Vater Sonne!
Ich danke Dir, großer Schöpfer!
Ich danke Euch allen für das Geschenk des Lebens!
Ich danke Euch für die Kräuter, die uns Heilung bringen;
für das Getreide, das uns satt macht;
für Obst und Gemüse, das uns stark macht;
für die Blumen, die uns Schönheit bringen;
für den Samen, der im Frühling neu sprießen wird;
für die Tiere, die für uns ihr Leben gelassen haben;
für die Menschen, die um uns und mit uns waren;
Ich danke Euch für jeden Tag, für jeder Nacht,
für Licht und für Schatten,
für helle und für dunkle Zeiten;
für jedes Lachen und für jede Träne;
für jeden Schmerz und für jede Heilung;
für die Liebe, die Stärke, den Willen und den Mut;
Denn das alles hat mich weiter gebracht auf meinem Weg.
Jasra, 21.09.2006

zum Jahreskreisfest Mabon


Samhein

Ich schaue nach Innen.
Ich schaue nach Außen.
Ich suche das Licht in der Dunkelheit.
Dunkle Tage, lange Nächte.
Der erste Schnee ist schon gefallen.

Eine Kerze im Fenster soll Wege weisen.
Kommt meine Ahnen, kommt her zu mir.
Geladen seid Ihr, mit mir zu speisen.
Geladen seid Ihr, mit mir zu trinken.
Ehre, wem Ehre gebührt!

Hier stehe ich nun im Kreis der Alten.
Zwischen den Welten, jenseits der Zeit.
Ein helles Feuer in der Mitte.
Der Rat ist versammelt, die Weisen bereit.
Sie sind meinem Ruf gefolgt.

Ich grüße Euch, meine Brüder und Schwestern!
Ich grüße Euch, die Ihr gekommen seid!
Ich Danke Euch für Rat und Hilfe!
Ich Danke Euch für Schutz und Geleit!
So zieh ich nun weiter, jenseits der Zeit…

Die Alte am Fluss erwartet mich schon.
Sie wäscht die Seelen der Toten
In den tosenden Fluten der Nacht.
Sie heilt die Seelen der Lebenden,
Die wagen, ihr ins Gesicht zu schaun.

Sie gibt Kraft und Mut in der Dunkelheit.
Sie grüßt mich: “Tochter”; Ich grüße sie: “Mutter”.
Sie hält einen Korb für mich bereit.
Ich wasche meine eigene Seele
In den tosenden Fluten der Nacht.

Dann ziehe ich weiter, jenseits der Zeit.
Ich lauf durch die Wälder.
Ich flieg über Felder.
Die Krähe, mein Totem, sie gibt mir Geleit.
Ich werde Sie und Sie wird Ich.
Schwarze Schwingen zwischen Dunkel und Licht.

Unter mir tagt der Rat der Tiere:
Wölfe heulen zum Gruß.
Falke und Adler ziehn ihre Kreise.
Die Schlange ist grad aus ihrer Haut geschlüpft.
Der Hirsch zeigt sein prächtiges Geweih.

Die Grenzen sind dünn zwischen den Welten.
Geöffnet die Tore zum Feenreich.
Geister und Feen besuchen die Menschen
Und wir können jetzt zu Ihnen gehn.
Geladene Gäste aus uralten Tagen.

Wir dürfen wandern zwischen den Welten
jenseits der Grenzen der Zeit…
Wir dürfen wandern zwischen den Welten,
zwischen Licht und Dunkelheit…
Leben ist Tod und Tod ist Leben!

Jasra, 06.11. 2007

zum Jahreskreisfest Samhain


Pagan Chants und Lieder

Guten Abend, Gute Nacht

Guten Abend gute Nacht,
die Mondin erwacht;
Schick ihr Licht in deinen Raum,
schenkt dir einen schönen Traum.
| :Morgen früh, wird es hell, wirst Du wieder geweckt : |

Guten Abend gute Nacht
die Traumfee erwacht;
Schließ die Äuglein, mach sie zu!
Wünsch Dir eine gute Ruh!
| : Schlafe selig und süß, schau in Traum´s Paradies : |

Guten Abend gute Nacht
Mutter Erde bewacht
Deinen Schlaf und Deinen Traum
unter warmer Decke Flaum.
| : Ihre Liebe ist mit Dir jeden Tag, jede Nacht:|

Für meine Tochter.
Text Jasra (mit einigen Anlehnungen an das Original)
Melodie: “Guten Abend, gut´ Nacht” Johannes Brahms 1868


Feentanz

Sterne funkeln in der Nacht, der Mond war grade aufgegangen.
Still am Feuer hielt ich Wacht in der Dunkelheit.
Sterne funkeln in der Nacht. Ich war Gefangene des Waldes.
Zeit von ganz besonderer Macht zog mich in den Bann.
| : Sanft des Windes Klang; Er sang von Freiheit und Geborgenheit.
Leis umwob mich dann seines Zaubers Kraft. : |

Sterne funkeln in der Nacht; Die Gefährten schon in tiefem Schlaf.
Träumten sie von Heldentat, die sie einst vollbracht.
Sterne funkeln in der Nacht; Seltsame Wesen schon so mancher traf.
Doch nie Sorgen sich gemacht, hatten sie doch Kraft.
| : Waldes Zauber rief sie immer tiefer hinein in den Traum.
Dass ein jeder schlief unterm Eichenbaum. : |

Wundersames altes Land; Aus der Ferne leises Singen.
Plötzlich schwand der Flammen Brand wie durch Geisterhand.
Wundersames altes Land; Aus der Stille Lieder klangen.
Zauberlied drang an den Rand meiner Seele.
| : Folgte ich dem Ruf des Waldes sanfter Melodie.
Die er für mich schuf in der Dunkelheit. : |

Wundersames altes Land; ein Schatten formte sich zur Gestalt.
Fremder plötzlich vor mir stand; Reichte mir die Hand.
Wundersames altes Land; Sein Singen lockte mich mit ihm fort.
Führte mich zum Waldesrand und ins Feenland.
| : Tanzte wie im Traum den Reigen einer lauen Frühlingsnacht.
Fern von Zeit und Raum unterm Feenbaum. : |

Spielte alten Zaubers Lied; Eine Harfe sanft im Wind erklang.
Leis’ sein Werben mich umspielt; Zog mich in den Bann.
Spielte alten Zaubers Lied; Breitet um mich seine Schwingen aus.
Wie der laue Frühlingswind, sein Netz um mich spinnt
| : Silbermondes Schein; Sein Licht ein Spiegel für die Seele ist.
Lied erklang so rein; Es sollt ewig sein. : |

Spielte alten Zaubers Lied; Seine Wärme spürte ich ganz tief.
Seine Seele meine rief; In seinem Arm ich schlief.
Spielte alten Zaubers Lied; Er wollte, dass ich bei ihm blieb.
Doch zurück mich etwas trieb, fort von seinem Lied.
| : Silber war der Glanz der Harfe, die im Mondenschein
Spielte zum Feentanz nur für uns allein. : |

Sterne funkeln in der Nacht; Doch so langsam schon der Tag erwacht.
Bald schon hält die Sonne Wacht über Waldes Pracht.
Feenzauber schwand im Licht der hellen Sonne Widerschein.
Leis war letzter Klänge sein, leis’ und doch so rein.
| : Tanzte wie im Traum den Reigen einer lauen Frühlingsnacht.
Fern von Zeit und Raum unterm Feenbaum. : |

Melodie nach “Tourdion” (Trinklied aus Frankreich um 1530),
Text Jasra
hier die Version der Streuner auf youtube


Ein Lied über das Lamentieren

Ein Trupp von Helden zieht dahin, hurray, hurray
Sie wissen zwar noch nicht wohin. hurray, hurray
Doch gehn sie einfach weiter fort, Sie kommen schon an einen Ort
| : Heldenhaft sind sie und alle gehn im Heldengang : |

Von hinten laut ein Ruf ertönt. hurray, hurray
Die Stimme “Alles Halt” laut dröhnt. hurray, hurray
Wir müssen warten und erst sehn, wer diesmal nicht darf mit uns gehn.
| : Heldenhaft sind sie und trotzdem sind sie nicht sortiert : |

Der erste der bleibt plötzlich stehn. hurray, hurray
Will einfach nicht mehr weiter gehn. hurray, hurray
Der zweite steht schon nebendran und auch nicht weiter laufen kann
| : Heldenhaft sind sie und alle stehn da rum so dumm : |

Der Dritte schreit: “Was ist denn los?” hurray, hurray
Der Vierte ruft: “Was hat es bloß?” hurray, hurray
Und schon stehn sie und diskutiern und fangen an zu Lamentiern.
| :Heldenhaft sind sie und alle quatschen wild herum  : |

Der Hauptmann dann energisch wird. hurray, hurray
Er einfach weiter los marschiert. hurray, hurray
Ruft: ”Eilig haben wirs jetzt schnell, sonst sind wir viel zu spät zur Stell.”
| : Heldenhaft ist er , führt schließlich auch manchmal ein Heer. : |

Ach ja, jetzt fällt mir wieder ein, hurray, hurray
Wohin der Troß zug so allein. hurray, hurray
Sie wollten zu `nem Rituell; Verhindert werden sollt es schnell.
| :Heldenhaft sind sie und weiter gehts im Heldengang  : |

Sie zogen weiter in den Wald. hurray, hurray
Die Waffen hattens in der Hand. hurray, hurray
Gesucht ham sie das Ritual; Die Magier gingen vorne an.
| : Heldenhaft sind sie im Laufen durch den dunklen Wald : |

Und immer wieder zwischen drin hurray, hurray
Man viele Fragen laut vernimmt. hurray, hurray
Was soll denn das? Wo gehts denn hin? Sie sind so gut im Lamentiern.
| : Heldenhaft sind sie, ziehn diskutierend durch den Wald : |

Ein Magier der Verzweiflung nah. hurray, hurray
Der Hauptmann ist schon kurz vorm Wahn. hurray, hurray
Sie wollten einfach weiter gehn, das Ritual verhindert sehn.
|: Heldenhaft sind sie und langsam zieht der Abend ran 😐

Noch wir es nicht zu dunkel ham. hurray, hurray
Jemand der treibt zur Eile an. hurray, hurray
Doch irgendwie klappt das nicht ganz, die Horde hat nen langen Schwanz
| : Heldenhaft sind sie und alle tappen durch den Wald : |

Man hat den Zielort jetzt erreicht. hurray, hurray
Doch dies ist nicht die richt`ge Zeit. hurray, hurray
Das Ritual, verkündet man, das fängt erst morgen Mittag an.
| : Heldenhaft sind sie und wieder stehn sie dumm herum. : |

Der Frust der macht sich langsam breit. hurray, hurray
Da ist wohl wer dem Tod geweiht. hurray, hurray
Wer war so dreist und hat vernommen, das Ritual hätt` schon begonnen?
| : Heldenhaft war er. Gerüchte waren`s und nicht mehr. : |

Auf einmal hat man keine Ruh. hurray, hurray
Man könnte heute noch was tun. hurray, hurray
Man könnte einfach doch mal schaun, was sich die Räuber heut` so traun.
| : Heldenhaft sind sie und planen Räuber jagen viel. : |

So zieht man weiter durch den Wald, hurray, hurray
zu suchen `s Räuberlager bald. hurray, hurray
Doch dabei hat man nen Problem: “Hat jemand es schon mal gesehn”?
| : Heldenhaft sind sie und schon wieder am Diskutiern. : |

“Es muß in diese Richtung sein. hurray, hurray
Vom Weg aus in den Wald hinein.” hurray, hurray
Ein paar die suchen, andre stehn und warten was wird noch geschehn.
| : Heldenhaft sind sie. Das Räuberlager nicht zu sehn.: |

“Jetzt ist es dunkel, ach wie dumm.” hurray, hurray
“Dann kehren wir halt wieder um.” hurray, hurray
So ziehn sie wieder Richtung Heim und fandens irgendwie gemein.
| : Heldenhaft sind sie im Reden und Im Lamentiern. : |

Und die Moral von der Geschicht: hurray, hurray
Das Lamentieren lohnt sich nicht! hurray, hurray
Ein guter Plan der ist dabei für den Erfolg schon mancherlei.
| : Heldenhaft seid ihr und folgt nicht gleich jeder Manier : |

Text Jasra, Ferghail (Liverollenspiel bei Cloppenburg) Juli 1996
Melodie „The Animals went in 2 by 2“ – Kinderlied
hier eine der vielen Versionen auf youtube


Wenn der Abend…

Wenn der Abend naht ganz sacht und leis,
Finden wir uns ein am Feuerkreis.
Und wer nie an seine Freund denkt
Und auch nie den roten Wein ausschenkt
Der kann bleiben wo er ist.
Draußen weht gewiß ein kalter Wind,
Doch die Feuer nicht erloschen sind,
Für uns Sänger, wie Ihr wißt.

Schatten flackern am Ruinenrand.
Hat das Singen Dich nicht längst gebannt?
Wenn Du nie an Deine Freunde denkst
Keinem Wandere die Achtung schenkst,
Kannst du bleiben wo du bist.
Draußen weht gewiß ein kalter Wind,
Doch `nen warmen Platz am Feuer find
Jeder der freundschaftlich gesinnt.

Wer da denkt er könnt alleine gehn;
Wird in dieser Welt sehr schnell verwehn.
Und wer nie an die Gefährten denkt,
Wohl auch niemandem Vertrauen schenkt,
Wird am Feuer einsam sein.
Doch sei wachsam, wer sich zu dir setzt,
Schnell ein böser Wicht sein Messer wetzt
Und dich schickt ins Totenreich.

Traumgewebte Zaubermelodie
Sacht umstreicht Dich nun des Barden Magie
Doch wer nie seinen Geschichten lauscht
Und auch nie ans Lied des Sängers glaubt,
Der kann bleiben wo er ist.
Märchen, Fabel, Heldenliedes Klang
Sollt ihr hören in des Sängers Bann
Wenn ihr Gehör ihm schenkt.

Netz aus Tönen, Klängen, Harmonien.
Seid Gefangne meiner Fantasien.
Laßt euch tragen in mein Zauberreich,
Auch des Mondes Sichel leuchtend bleich,
Hört das Lied der Nacht ganz seicht.
Sterne stehen hell am Firmament,
Immer ist`s der richtige Moment,
Um zu hören Lieder Klang.

Ich erzähle euch Geschichten hier;
Helden, Zauber, Fee und manch Getier;
Lied von Elben, Trollen, Nix und Faun;
Töne schwingen fern von Zeit und Raum;
Lass dich tragen weit weit fort.
Ferne Länder, Mythen; mancher Ort
Hat Legenden; Höre auf mein Wort,
Die der Wahrheit nicht sehr fern.

Manches Abenteuer hab ich erlebt.
Schicksal hat sein Netz um mich gewebt.
Hab gesehn manch finstere Gestalt,
Bin gezogen durch manch finsteren Wald,
Freund und Feind ich mir gemacht.
Doch das Glück es war mir immer hold.
Dass ich sterbe hat`s wohl nicht gewollt.
Schaun wir was die Zukunft bringt.
Ist in Dir die Sehnsucht aufgeweckt;

Finsternis und Böses Dich nicht erschreckt;
Schatten in der Nacht macht dir nicht Angst;
Du auch nicht um deine Seele bangst;
Gib der Wanderlust dich hin.
Zieh die Straße fort von Ort zu Ort,
Folg dem Drängen, ich geb dir mein Wort
Du wirst glücklich sein damit.

Abenteurer wanderst weit herum,
Folgst der Sehnsucht nach dem Heldentum.
Komm ans Feuer, folg jetzt seinem Schein,
Laß das Wandern heute Abend sein
Und gesell Dich in den Kreis.
Ruhe aus Dich nach dem langen Weg,
Mehr der Sinn nach gutem Wein dir steht;
Heldentaten später erst tun.

Wenn der Abend naht ganz sacht und leis,
Finden wir uns ein am Feuerkreis.
Und wer nie das Abenteuer sucht,
Freunde dafür nie zusammen ruft,
Der kann bleiben wo er ist.
Draußen weht gewiß ein kalter Wind,
Der kann bleiben wo er ist.
Draußen weht gewiß ein kalter Wind,
Und die Wanderer willkommen sind
In der Runde unsres Gesangs

Original Text und Melodie: Erik Martin.
Er ist unter anderem Herausgeber des Muschelhaufen, Jahresschrift für Literatur und Grafik
An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für seine
Erlaubnis, einen abgewandelten Text veröffentlichen zu dürfen!
Eine von vielen Variationen des Originals auf youtube


Calling you

f g g f g g g b a g f g
| : Calling you, calling you, Mother Earth calling you. : |
g d d c d d c d b c a g
Calling you Mother Earth, calling you Mother Earth.
f g g f g g g b a g f g
Calling you, calling you, Mother Earth calling you.
f g g f g g g b a g f g
| : Be with me, be with me, Mother Earth, be with me : |
g d d c d d c d b c a g
Be with me, Mother Earth, be with me, Mother Earth.
f g g f g g g b a g f g
Be with me, be with me, Mother Earth, be with me

| : Calling you, calling you, Mother Earth calling you. : |
Calling you Mother Earth, calling you Mother Earth.
Calling you, calling you, Mother Earth calling you.
| : Be with me, be with me, Mother Earth, be with me : |
Be with me, Mother Earth, be with me, Mother Earth.
Be with me, be with me, Mother Earth, be with me

… Calling you, calling you ,Father Sky …
… Sister Moon …
… Brother Sun …

Text und Melodie Jasra


For Mother Earth

| : I sing for you songs of joy. : |
I find in you wisdom and freedom.

| : I sing for you songs of love. : |
I find in you spirit and friend.

| : I sing for you songs of peace. : |
I find in you shelter and home.

| : I sing for you songs of glory. : |
I find in you guide and guardian.

| : I sing for you songs of hope. : |
I find in you honor and truth.

Text und Melodie Jasra, am 22.11.2004


Imamol – Iragon, alter Baum, guter Freund

Raue Rinde Moos bewachsen
stehst Du da im kalten Wind.
Zerrt ein Sturm an Deinen Zweigen,
Regen fällt, die Zeit verrinnt.

Imamol – Iragon, alter Baum, guter Freund;
Sing für mich die alten Lieder.
Zeige mir den Weg der Weisheit.
Lehre mich, was viele Wesen heute nicht mehr sehen woll`n.

Leises wispern, dumpfes Knacken,
diesmal ist`s der Frühlingswind.
Streicht ganz sanft durch Deine Zweige;
Bist ganz alt, doch wie ein Kind.

Grünes Dach, ein kühler Schatten
Bist Du in der Sonne Licht.
Sprichst von längst vergangnem Wunder,
doch so mancher hört Dich nicht.

Dein dicker Stamm gibt Halt und Stärke.
Deine Kraft fast Grenzenlos.
Gerne sucht der Wandrer Ruhe,
schläft an Deiner Wurzeln Schoß.

Hast geseh`n schon tausend Jahre,
doch das Leben in Dir stark.
Gibst es weiter immer wieder,
jeden Samen, jeden Tag.

Deine Worte, Deine Lieder
Sind ein Zauber und uralt.
Wie ein Weiser und ein Wächter
Stehst Du da, im Firon Wald.

Text: Jasra
Melodie: ist noch nicht gefunden


Sammesurium

Sturmdrache

Sommer.
Es ist warm.
Ruhig liegt der See in der Sonne.
Sanfter Wind macht kleine Wellen.
Und doch liegt etwas in der Luft…
Etwas kündigt sich an…
Schon ziehen erste kleine Wolken am Himmel auf.
Das Gefühl sagt, es wird bald regnen.
Aber da ist noch mehr…
Ich beobachte den Himmel.
Noch ist nichts zu sehen, außer den Wolken,
die langsam immer dichter werden.
Dann geht alles ganz schnell.
Der Wind kommt.
Er zeigt sich in seiner ganzen Kraft.
Er treibt riesige dunkle Wolken vor sich her.
Wie Berge türmen sie sich auf.
Der Himmel verdunkelt sich.
Es ist, als ob plötzlich Nacht geworden sei.
Der erste ferne Donner.
Das Inferno bricht los.
Naturgewalten lassen sich nicht mehr aufhalten.
Ich halte den Atem an.
Ich spüre das kribbeln in meinen Händen.
Wie Wellen durchläuft mächtige Energie den Körper.
Erste Blitze zucken durch das Schwarz des Himmels.
Dann kommt der Regen.
In Sekunden durchnässt er unsere Kleider.
Wir strecken die Arme zum Himmel.
Wir begrüßen die Elemente und beginnen zu tanzen.
Ein tiefes grollen wird zu unserem Rhythmus.
Der Donner hört nicht mehr auf.
Blitze geben jedem unserer Schritte einen Takt.
Der Wind scheint von überall zu kommen.
Bäume werden tief zu Boden gedrückt.
Stämme und Wurzeln kämpfen mit der Macht des Sturmes.
Wir schauen in den Himmel und tanzen mit den Elementen.
Eine unerschöpfliche Kraft durchströmt uns.
Er ist da!
Er zeigt sich!
So klar und deutlich habe ich noch keinen seiner Art gesehen.
Wir grüßen ihn mir Ehrfurcht.
Weit strecken sich seine Flügel über das Land.
Er ist groß.
Er ist mächtig und kraftvoll.
Es ist schön und anmutig.
Er ist beeindruckend und gleichzeitig furchteinflößend.
Und doch verspürt keiner von uns Angst.
Schon fast langsam in der Wildheit des Sturmes
zieht er über uns seinen Kreis.
Seine Gestalt ist ein Farbenspiel aus schwarz, weiß und grau,
durchzogen vom gleißenden Licht des Gewitters.
Er ist geschaffen aus Regen;
Er ist geschaffen aus Wind und Wolken;
Er ist geschaffen aus Blitz und Donner.
Er beherrscht Feuer und Wasser.
Er ist der Herr der Winde.
Er kann alles zerstören aber auch Reinheit und Klarheit bringen.
Er ist der Sturmdrache.


Die Tänzerin

Langsam betritt sie den Raum.
Es wird ganz still.
Alles schaut nur noch zu ihr.
Sie lässt sich Zeit.
Die Spannung steigt.
Dann beginnt endlich die Musik.

Ihre Gestalt ist von fließenden Stoffen verhüllt.
Ich spüre, mein Herz schlägt ein wenig schneller.
Sie hat meinen Blick gefangen.
Weich und sinnlich kreisen ihre Hüften.
Mir wird ein bisschen heiß.
Dann fällt der erste Schleier.

Sie ist die Königin.
Wie im Märchen lasse ich mich verzaubern.
Ihre Füße scheinen kaum den Boden zu berühren.
Sie tanzt direkt auf mich zu.
Weiches Tuch streift meinen Arm.
Und der zweite Schleier ist gefallen.

Jetzt ist ihr Gesicht enthüllt.
Sie schaut mich direkt an.
Ihre Bewegungen; Harmonie – Leichtigkeit – Wildheit
Mir wird ein wenig schwindelig.
Dunkles Haar, tief dunkle Augen, ein strahlendes Lächeln.
Ganz langsam sinkt der dritte Schleier zu Boden.

Es scheint, sie tanzt nur für mich.
Die Musik hat ein Feuer in mir entfacht.
Mit jeder Drehung, die sie macht, lodert es heller.
Immer wieder gibt der Stoff etwas von ihr preis.
Mein Atem geht schneller.
Sie lässt den vierten Schleier fallen.

Sie wirkt immer noch von vielfarbigen Wolken umspielt.
Alles um sie schimmert und glitzert.
Das Spiel der Farben fasziniert und verwirrt mich.
Wieder ist sie mir ganz nah.
Tief atme ich ihren Duft ein.
Und dann gleitet der letzte Schleier zu Boden.

Ein Raunen – ein zarter Schauer läuft mit den Rücken herunter.
Die Musik wird schneller.
Der Rhythmus hat mich gepackt.
Ich kann nicht mehr still sitzen, muss mit klatschen.
Das Klatschen spornt sie an.
Die Kraft ihrer Bewegungen gibt auch mir Kraft.

Ich habe die Zeit vergessen.
Die Welt um mich existiert nicht mehr.
Sie hat mich hypnotisiert.
Es ist wie im Traum.
Ich wünsche mir, sie hört nie auf zu tanzen.
Jede Bewegung ist Leidenschaft.

Und noch einmal wird die Musik schneller.
Ihr Tanz ein Freudentaumel.
Ihre Shimmies lassen mir den Atem stocken.
Wild dreht sie sich im Kreis – weite Röcke fliegen.
Sie genießt jeden ihrer Schritte.
Ihre Bewegungen versprühen ihr Temperament
und pure Lebensfreude.

Die Tänzerin hat mein Herz erobert.
Ich versuche, jeden Zentimeter an ihr zu erfassen.
Ich möchte mich an alles erinnern.
Die weichen Schleier, die Farbe ihres Kleides, das Funkeln von Gold.
Ihre Sinnlichkeit, ihr Temperament, ein vollendeter Tanz.
Dies war mein ganz persönlicher Traum von
“Tausend und eine Nacht”.
(28./29. 12. 2004)


Quantensprung

Draußen ist es schon lange dunkel.
Tiefe Nacht.
Im Haus herrscht Stille.
Nur das Klappern der Tastatur und das Rauschen des Computers.
Eine Seltenheit.
Ich fühle mich wie in Trance.
Mein Kopf ist schneller als die Hände.
Die Buchstaben verschwimmen vor meinen Augen.
Und doch muss ich es zu Ende bringen.
Sonst sind die wichtigen Gedanken wieder fort.
So viele Worte sind heut schon aus mir heraus gekommen.
Gedanken,
Gefühle,
Wahrheiten,
Sehnsüchte,
Ängste,
Erkenntnisse,
Ja, vor allem Erkenntnisse.
Ich habe den Weg gefunden.
Jetzt muss ich nur noch voran gehen.
Ich werde Zeit brauchen.
Viel Zeit.
Und dann wird sich plötzlich alles überschlagen.
So war es schon so oft, wenn die Lösung auf einmal da war.
Aber sie ist da.
Sie liegt in getippten Worten vor mir.
Ich muss sie nur noch in die Tat umsetzten.
Ich kann es noch gar nicht richtig glauben.
Es ist so einfach und doch ganz schön schwer.
Es liegt viel Arbeit vor mir.
Ich stehe grade am Anfang eines ganz neuen Weges.
Gezeigt wurde mir dieser Weg schon oft.
Aber wirklich gesehen habe ich ihn heute zum ersten mal.
Und ich habe zum ersten mal den Mut, den ersten Schritt zu tun.
Ich löse mich von der Angst.
Ich kenne das Ende des Weges nicht.
Ich mache den ersten Schritt in freudiger Erwartung.
Ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben.

Nur für mich; für mich ganz allein!
Nicht für die Anderen, nicht wegen der Anderen.
Keine schlechten Ausreden mehr.
Nicht warten. Jetzt sofort.
Mut
Stärke
Selbstachtung
Liebe
Selbstvertrauen
Geduld
Ausdauer
Ehrlichkeit
Das sollen meine ständigen Begleiter werden!

Jasra, in der Nacht vom 16. zum 17.8.2006


Tiefe Liebe

Es war ein ganz besonderer Tag, damals im Sommer…

Wir haben uns gesehen und sofort verstanden.
Wir haben uns gefunden und sofort vertraut.
Wir haben geredet, doch oft brauchte es keine Worte.
Du warst auf einer Reise und ich durfte Dich begleiten.
Ich durfte sehen, was Du gesehen hast.
Liebe auf den ersten Blick,
das war für mich immer nur ein schönes Märchen.
Und dann warst Du plötzlich da…
Du bist an meine Seite gerückt und hast sie nie mehr verlassen.

Ich liebe die Art, wie Du erzählst.
Ich liebe die Art, wie Du gehst.
Ich liebe die Art, wie Du mich anschaust.
Ich liebe die Art, wie Du denkst und wie Du die Dinge siehst.
Ich liebe die Art, wie Du mich zum Lachen bringst.
Ich liebe die Art, wie Du mich hältst, wenn ich traurig bin.
Ich liebe die Art, wie Du mit mir umgehst.
Ich liebe Dein Verständnis und Deine Akzeptanz.
Ich liebe Deine Geduld und Deine Stärke.
Ich liebe Dein Vertrauen und Deinen Mut.
Ich liebe Deine Toleranz und Deine Ausdauer.
Ich liebe Dich, weil Du mich so nimmst, wie ich bin.
Ich liebe Deine tiefen klaren Augen.
Ich liebe Dein Gesicht, wenn Du lachst.
Ich liebe Deinen Bart, wenn er mich kitzelt.
Ich liebe Deine Schulter, an der ich mich so herrlich anlehnen kann.

Wir haben uns verbunden.
Unsere Seelen gehören zusammen.
Du bist ein Teil von mir und ich bin ein Teil von Dir.
Wir waren oft weit auseinander und doch immer ganz nah.
Wir dürfen diesen Weg gemeinsam gehen.
Wir werden gemeinsam jedes Hindernis meistern.
Das Band zwischen uns ist stark.
Es gab andere vor Dir, doch Du bist einzigartig!
Nie habe ich einen getroffen, der so ist wie Du.

Es war ein ganz besonderer Tag, damals im Sommer,
…als wir uns das erste mal begegneten.

Für Thomas
Jasra, 15.03.2006


Kinder der Nacht
 

Ewige Nacht

Undurchdringliche Nacht.
Die Dunkelheit und Kälte der Todes umfängt mich.
Langsam versinke ich im Rausch des Blutes.
Mein Leben geht zu Ende.
Und doch ~ Ein Neubeginn.
Leidenschaft ~ Verdammnis
Leben ~ Tod
Ein kurzer Schmerz wird zur Ekstase.
Süß und warm durchdringt es meinen Körper.
Gedanken an den letzten Sonnenuntergang.
Ihren Aufgang werde ich nie wieder sehen.
Neu geboren in ewiger Nacht.
Ich lasse mich fallen in seine Berührung.
Sanft und sinnlich streicheln mich seine Hände.
Er bringt den Tod ~ Und das ewige Leben.
Ein Abschied von allem ~ Und unendliche neue Möglichkeiten.
Seine Liebkosung lässt mich erschauern.
Ich spüre, wie das Leben mich verlässt.
Aber es ist nicht mehr wichtig.
Nichts ist mehr wichtig.
Ich gebe mich hin ~ Lasse mich von Gefühlen überwältigen.
Der Moment des Todes ist ganz nah…
Ein Tropfen wie Nektar benetzt meine Lippen.
Ewige Verdammnis ~ Unbesiegbare Gier nach Blut.
Ein Ende hat die Angst vor dem Sterben.
Macht, ewige Schönheit und Jugend.
Alles tun, wofür ein Leben nicht reicht.
Musik, Kunst, Tanz, nie endend.
Die Bauwerke der Welt erforschen.
Sein Kuss ist sanft und von der Leidenschaft eines Geliebten.
Doch es ist mehr als das Beisammensein der Liebenden.
Es ist mehr als Erregung, die meinen Körper zittern lässt.
Ende und Anfang.
Der Kreislauf des Lebens ist gebrochen.
Doch der Preis ist hoch.


Die Jagd

Sie ist schön. Ihr Körper ist Sinnlichkeit.
Ich begehre ihr süßes junges Blut.
Die Nacht ist grade angebrochen.
Sie tanzt ahnungslos.
Jede Bewegung steigert mein Verlangen.
Ich gehe langsam auf sie zu. Sie schaut mich an.
Neugierde ist in ihrem Blick zu sehen.
Die Musik ist melancholisch.
Ich tanze ihren Tanz.
Ihre Bewegungen sind nahezu perfekt.
Sie scheint eins zu sein mit der Musik.
Wir tanzen gemeinsam. Ich ziehe sie in meinen Bann.
Ihr Herzschlag wird zu meinem Takt.
Ich reiche ihr die Hand und führe sie aus dem Saal.
Kerzen beleuchten den Raum.
Ein schwerer, verführerischer Duft liegt in der Luft.
Schwerer Samt hält die Lichter der Nacht auf.
Hier sind wir ungestört.
Sanft bette ich sie in seidene Kissen.
Ihr Körper ist erhitzt vom Tanz.
Sie ist unsicher aber sie wehrt sich nicht.
Verwirrung und Neugier beherrschen ihren Geist.
Vorsichtig beginnen meine Hände sie zu berühren.
Sanft streich ich über ihre weiche Haut.
Langsam entspannt sie sich. Erregung steigt in ihr auf.
Ihr Atem wird schneller und ihr Körper strafft sich unter dem engen Kleid.
Ich lasse mir viel Zeit.
Ganz langsam öffne ich den Verschluss des Kleides.
Sie zittert.
Süßes junges Blut um meinen Hunger zu stillen.
Langsam beginnt sie zu ahnen… Zu spät.
Beruhigend streiche ich über ihr Haar.
In ihren Augen wächst die Angst.
Ich halte sie fest. Keine Flucht möglich.
Ihr Blick trifft meinen, fleht um Gnade… Zu Spät.
Ich schaue tief in ihre Seele. Aus Entsetzen wird Hingabe.
Vorsichtig löse ich meine Hände. Sie wird nicht mehr fliehen.
Ich küsse den schlanken Hals.
Genieße die Vorfreude auf das was kommen wird.
Immer größer wird mein Verlangen.
Sie ist eine Gefangene meines Geistes. Wehrloses Opfer.
Ihr warmes Blut dringt durch meine Adern, gibt mir Kraft.
Jetzt lässt die Ekstase des Blutes meinen Körper zittern.
Sie weiß noch nicht, wie es enden wird. Noch schlägt ihr Herz.
Wieder lasse ich mir Zeit.
Ihr Leben wird zu meinem. Ihr Leben liegt in meinen Händen.
Sie ist zu jung zum Sterben.
Ich suche nach meiner Beherrschung.
Sie ist zu jung ~ Ihr Blut gibt Kraft.
Noch ist es nicht zu spät aufzuhören.
Es ist schwer, doch ich lasse sie gehen.
Noch zu jung zum Sterben.
Schon zu viele fanden in meinen Armen den Tod.
Behutsam löse ich das Band zu ihrer Seele.
Sie erwacht aus einem Alptraum.
Ich kann ihren Blick kaum ertragen.
Mein Geist fleht um Vergebung.
Sie lächelt müde. Ein letzter sanfter Kuss auf ihre Lippen.
Ich schenke ihr den Schlaf des Vergessens.
Ich muss gehen. Der Tag ist nicht mehr weit.
Und die nächste Nacht wartet schon auf mich.

 

 

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Die Anwendung e
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