Die schamanische Reise

Die Grundlagen der schamanischen Reise

                             

Als erstes weise ich ausdrücklich darauf hin, dass das schamanische Reisen eine ernst zu nehmende Sache ist, die man nicht mal so nebenbei ausprobiert. Das kann, wenn man Fehler macht, sogar gefährlich sein! Ich beschreibe im folgenden Text die Technik. Jede daraus resultierende Handlung geschieht in eigener Verantwortung. Ich empfehle daher jedem Anfänger, die ersten schamanischen Reisen nur mit erfahrener Begleitung und nicht allein zu machen.
Ich berichte hier aus meinem eigenen Erfahrungsbereich. Ich möchte Anregungen und Möglichkeiten aufzeigen und den Leser auffordern, die Informationen nicht unreflektiert zu übernehmen. Eigene Erfahrungen können und dürfen sich durchaus von meinen unterscheiden.

Im folgenden Text wird über schamanische Techniken geschrieben. Diese sind nicht wissenschaftlich erwiesen.
Deren Anwendungen können den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychologen nicht ersetzen.

Am Ende des Artikels beantworte ich noch einige Fragen, die ich im Lauf der Zeit gestellt bekommen habe.
Unter Themen findet der erfahrene Reisende interessante Anregungen für schamanische Reisen bzw. Tipps für spezielle Themen.
Unter Geister und Geisterwelten gibt es eine Reihe von Bildern als Anregung für einen Zugang zur Geisterwelt und seinen Wesenheiten.
Über ihre eigenen Erfahrungen bei schamanischen Reisen berichten einige auf einer weiteren Seite.

Da in der Literatur unterschiedliche Begriffe benutzt werden, erkläre ich erst einmal, was ich unter einer schamanischen Reise verstehe:
Ich benutze diesen Begriff für eine Technik, durch die man einen Zugang in die Welt (oder auch Welten, das ist individuell verschieden) der Geister und Wesenheiten bekommt. Die Kelten nannten diese z.B. die Anderswelt, im schamanistisch geprägten Sprachgebrauch nennt man sie meist Geisterwelt und Carlos Castaneda nennt sie in seinen Büchern die Nichtalltägliche Wirklichkeit.
Mit Hilfe der schamanischen Reise kannst Du mit den verschiedensten Wesenheiten Kontakt aufnehmen und mit ihnen kommunizieren.
Anders ausgedrückt könnte man sagen, dass wir als Menschen uns bei einer schamanischen Reise in die Wahrnehmungs- bzw. Existenzebene der Geister / Wesenheiten begeben, um mit diesen in Kontakt zu treten. Man kann aber auch andere Dinge in der Geisterwelt tun wie z.B. “verstecken spielen”. Später werde ich noch einige Möglichkeiten für Themen einer Reise vorstellen.
Als Wesenheiten bezeichne ich z.B.: jede Art von Geistern wie Waldgeister, Tiergeister, Kobolde, Feenwesen, Nymphen usw. aber auch Elementare (Wasser-, Feuer-, Erde-, Luft- Wesen), Engel, Dämonen bis hin zu den verschiedenen Gottheiten. Eine vollständige Aufzählung will ich hier natürlich nicht machen.
Grundsätzlich kannst Du schamanische Reisen für fast alles verwenden, dass einen Kontakt zur Geisterwelt erfordert. Manche Themen sind recht einfach zu bereisen und manche erfordern eine gewisse Übung.
Hier möchte ich einige mögliche Themen vorstellen. Dabei werde ich einige “Umwege” machen, um manche Dinge näher zu beschreiben:

Die Suche nach dem Krafttier
   

Wenn Du Deine allererste schamanische Reise machst, ist es sehr sinnvoll, wenn Du Dich auf die Suche nach Deinem eigenen Krafttier begibst.
Das Krafttier ist einer der wichtigsten Verbündeten in der Geisterwelt. Von ihm kannst Du Dir z. B. Ratschläge geben lassen. Man kann ihm auch Fragen stellen, die es einem entweder selber beantwortet oder es bringt einen zu einer anderen Wesenheit, die die Frage beantworten kann. Es übernimmt verschiedene Schutzfunktionen sowohl in der Geisterwelt als auch in der alltäglichen Welt. Es schützt z.B. vor Angriffen oder warnt einen, wenn man Gefahr läuft, einen gravierenden Fehler zu machen. Es kann in der Geisterwelt auch die Funktion eines “Reiseleiters” übernehmen, indem es einen zu anderen Orten oder Wesenheiten führt.
Aber aufgepaßt! Man sollte sich nicht zu leichtfertig darauf verlassen, dass das Krafttier “schon machen wird” und immer zur Stelle ist. Überdenkst Du Deine Handlungsweise nicht sorgfältig oder ist das Krafttier der Meinung, Du benötigst eine Lektion, läßt es Dich auch durchaus mal “ins Messer laufen”.
Im Großen und Ganzen kannst Du aber davon ausgehen, dass das Krafttier zur Stelle ist, wenn Du es brauchst. Sich aber auch darum zu kümmern, ist ganz wichtig. Das ist wie mit einer guten Freundschaft, die will auch gepflegt werden.

Krafttiere sind, wie der Name schon sagt, Tiergeister. Sie treten auch fast immer in Gestalt des entsprechenden Tiers in Erscheinung. Dabei kann so ziemlich jedes Tier, auch Fabeltiere wie Drache und Einhorn (aber sehr selten!), vorkommen.

Eine Person kann durchaus mehrere Krafttiere haben. Viele Krafttiere begleiten eine Person ein Leben lang. Es kann auch welche geben, die nur für bestimmte Abschnitte da sind und dann verschwinden. Hierfür lassen sich keine Gesetzmäßigkeiten festlegen. Nach meinen eigenen Erfahrungen haben die meisten Personen ein oder zwei Krafttiere.
Hat eine Person mehrere Krafttiere, treten diese meist nicht alle auf einmal in Erscheinung (bei der ersten Reise), sondern zeigen sich erst im Lauf der Zeit. Haben sich mehrere Krafttiere eingefunden, haben diese dann auch meist unterschiedliche Aufgaben bzw. Zuständigkeitsbereiche. Diese Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche decken sich übrigens nicht unbedingt mit den Zuordnungen für die einzelnen Kraft- oder Totemtiere in den verschiedenen Büchern zu den entsprechenden Themen (Schamanismus, Medizinrad und andere spirituelle Themen, bei denen Krafttiere erwähnt werden). Bist Du nicht sicher, frag doch das Krafttier selber. Das weiß eh am allerbesten, welche Bedeutung es hat und was es symbolisiert.
Genaueres zum Thema Krafttiere finder der interessierte Leser hier.
Hier noch einige Tipps für die erste Reise zum Thema Krafttiere:
Wenn Dir ein Tier begegnet, dass Dich sofort freudig begrüßt, kannst Du auch davon
ausgehen, dass es Dein Krafttier ist. Ein anderer Tiergeist würde das nicht tun. Die entsprechende Verhaltensweise des Tiergeistes entspricht auch ungefähr der Verhaltensweise des Tieres aus der alltäglichen Welt. Ein Hund würde Dich also z.B. ablecken, mit dem Schwanz wedeln und hochspringen. Der normal sehr scheue und würdevolle Hirsch deutet seine Zuneigung eher dadurch an, dass er nicht verschwindet und Dir seine Aufmerksamkeit schenkt.
Mach Dir vorher nicht zu viele Gedanken, welches Tier Du wohl haben könntest. Es wird doch meist ein unerwartetes.

Die Suche nach dem schamanischen Lehrer
     

Als zweites Thema für eine Reise hat sich die Suche nach dem schamanischen Lehrer als sehr sinnvoll erwiesen. Auch dieser ist ein sehr wichtiger Verbündeter in der Geisterwelt. Er ist, wie der Name schon sagt, ein Lehrer in der nichtalltäglichen Wirklichkeit. Zu ihm kannst Du mit jeder Art von Fragen kommen. Er kann viele nützliche Dinge beibringen, die oft über das hinaus gehen, was ein weltlicher Lehrer einem beibringen kann. Außerdem ist der weltliche Lehrer unter Umständen auch mal nicht erreichbar, wenn man ihn braucht oder weiß manche Dinge einfach nicht (man ist ja schließlich “nur” ein Mensch.)
Auch schamanische Lehrer können mehrere in Erscheinung treten. Ich habe z. B. einen “allgemeinen” und einen, der speziell die Aufgabe hat, mir etwas über Runen beizubringen.
Die Erscheinungsform eines schamanischen Lehrers entspricht meiner Erfahrung nach meist einer menschlichen. Als Mensch kann man mit einem Menschen auch am meisten anfangen. Er kann aber auch völlig andere Gestalten annehmen, wie z. B. ein Baum. Also nicht irritieren lassen, wenn unter Umständen auch ein Stein mit Dir redet.
An dieser Stelle einige Tipps zum Umgang mit verschiedenen Wesenheiten:
Die meisten Wesenheiten, denen man in seinen Reisen begegnet, sind oft schon sehr alt und entstammen dementsprechend auch anderen Kulturkreisen. Oft sind sie ursprünglich aus anderen Regionen der Erde. Manche sind so alt, dass sie schon vor der menschlichen Kultur da waren. Dementsprechend benutzen sie oft eine Sprache und Symbolik, die man selber nicht nachvollziehen kann. Dann ist es wichtig, ihnen klar zu machen, dass sie nicht verstanden werden und sie bittet, es noch mal anders zu erklären, statt lange rumzurätseln, was wohl gemeint sein könnte. In diesem Fall müssen sie quasi erst mit der eigenen Erfahrungswelt vertraut gemacht werden. Diese Wesenheiten wissen zwar eine ganze Menge, aber eben auch nicht alles.
Im Allgemeinen gelten im Umgang mit ihnen normale Regeln der Höflichkeit. Das macht die Arbeit mit ihnen zumindest sehr viel leichter und angenehmer. Möchtest Du eine Wesenheit bereisen, solltest Du Dich in irgendeiner Weise kurz ankündigen. Wenn Du einen Freund besuchen möchtest, rufst Du ja auch vorher an, um nachzufragen, ob er zu Hause ist oder Du gerade ungelegen kommst. (Notfälle bilden da im Zweifelsfalle eine Ausnahme.)
Wenn Du möchtest, dass eine Wesenheit in unsere Welt kommt, solltest Du sie darum bitten und nicht danach verlangen oder gar versuchen, sie zu zwingen. Darüber wird sie garantiert nicht erfreut sein und entsprechend reagieren.
Geh nicht davon aus, dass die Wesenheiten immer alles für Dich tun. Dafür auch mal Gegenleistungen zu bringen, ist durchaus angemessen. Manchen reicht das regelmäßige Anzünden eines Räucherstäbchens oder einer Kerze. Manche möchten, dass man einfach öfter mal an sie denkt und andere stellen auch ganz bestimmte Aufgaben. Das ist individuell sehr unterschiedlich.
Des Weiteren ist es wichtig zu beachten, dass unsere gesellschaftlich bedingten Moralvorstellungen in der Geisterwelt nicht unbedingt gelten. Die Wesen sind so, wie sie sind und tun, was sie tun. Gut und Böse in unserem Sinne existiert dort nicht. Das genauer zu erklären ist sehr schwierig. Früher oder später wird jeder seine eigenen Erfahrungen dazu machen.

Die Technik des schamanischen Reisens
   

An dieser Stelle beschreibe ich die Durchführung der Technik so, wie sie für ein Anfänger anzuraten ist. Bitte nicht einfach mal eben ausprobieren!! Such Dir jemanden, der schon Erfahrung damit hat als Begleitung. In der Geisterwelt kann man sich genauso verlaufen wie in einer großen Stadt oder in einem unbekannten Wald. Außerdem könnte man Dingen begegnen, denen man als Anfänger nicht unbedingt gewachsen ist. Darum ist ein “Aufpasser”, der im Notfall zur Seite steht oder den Weg zeigen kann, sehr sinnvoll.

Vorbereitung

Generell kann eine schamanische Reisen an jedem Ort durchgeführt werden Aber zumindest am Anfang ist es einfacher, eine ruhige, angenehme Atmosphäre wählen, z. B. die eigene Wohnung, ein schöner Platz im Wald oder auf der Wiese. Es ist sinnvoll, in der Wohnung vorher mögliche Störgeräusche (Klingel, Telefon) aus zu schalten, weil die einen Anfänger mit Sicherheit ablenken würden. Eine Unterlage zum drauf sitzen oder liegen (Kissen, Decke, Isomatte, …) macht es viel bequemer. Eine Reise im Liegen durchzuführen hat Vor- und Nachteile: man ist zwar normalerweise entspannter als im Sitzen, läuft aber Gefahr, dabei einzuschlafen, was natürlich nicht Sinn der Sache ist. Du möchtest in der Reise klare Informationen haben. Sie dürfen sich nicht mit Träumen vermischen.
Alle Vorbereitungen sollten mit Ruhe und Bedacht durchgeführt werden, um so auch die innere Ruhe zu finden, die für die Reise notwendig ist. Wenn Du noch zu sehr mit Deinen Alltagsproblemen beschäftigt bist, wird eine Reise wahrscheinlich nicht klappen.
Eine Schale für Räucherkohle oder ein Räucherstäbchenhalter ist auch sehr nützlich. Zum Beginn eignet sich eine Salbei Räucherung. Er reinigt und vertreibt negativ beeinflussende Energien. Danach kann eine beliebige Räucherung angezündet werden. Wenn man sich mit der Bedeutung einzelner Räucherungen nicht auskennt, gilt: was gut gefällt ist auch gut. Weihrauch fördert z. B. den Trancezustand. (Mehr zum Thema Räucherungen.)
Neben der Reinigung dient die Räucherung auch als Opfergabe für die Verbündeten in der Geisterwelt, um ihnen Respekt und Ehrerbietung zu zeigen. Respekt und Achtung sind im Umgang mit den Wesenheiten sehr wichtig. Dies allerdings nicht mit Unterwürfigkeit verwechseln.
Als nächsten Schritt rufst Du die Geister bzw. kündigst Dein Kommen an und bittest die Verbündeten um Unterstützung. Zum Teil ist dies schon mit der Räucherung geschehen, sollte aber trotzdem noch besonders gemacht werden. Hierbei kann, je nach Geschmack,
getrommelt, gerasselt, gesungen oder ein Instrument gespielt werden. Du kannst aber auch still in einer Art Gebet zu den Geistern sprechen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie die Geister am Besten gerufen werden, frage sie im Verlauf der ersten Reisen einfach, was ihnen am Besten gefällt. Am Anfang ist ja jemanden dabei, der das Geister rufen mit übernimmt.
Spätestens jetzt muss das Thema der Reise ganz genau formuliert sein. Auch Fragen oder Wünsche an die Geister immer sehr gut überlegen und formulieren. Geister tun im Zweifelsfall genau, was man ihnen sagt. Einige Beispiele: “Ich möchte in der Reise mein Krafttier finden!” “Ich möchte in der Reise meinen schamanischen Lehrer finden!” Ich möchte von meinem schamanischen Lehrer wissen, …!”
Sei vorsichtig, was Du Dir wünscht, Du könntest es bekommen!!!!
Eine ganz besonders wichtige Vorbereitung ist die Wahl eines geeigneten Startpunktes. Von diesem beginnt der Weg in die Geisterwelt.
Dieser Startpunkt ist ein Ort, den man sich besonders gut mit einem sehr klaren Bild vorstellen kann, ohne sich stark darauf zu konzentrieren. Es kann das eigene Zimmer sein, sein Lieblingsplatz im Wald oder ein anderer real existierender Ort, zu dem eine besondere Beziehung besteht. Wichtig ist, ihn sich zu jeder Zeit und in jeder Situation (auch wenn man nachts geweckt wird) ins Gedächtnis rufen zu können. Im Zweifelsfall üben, bevor die erste Reise beginnt.
Dieser Startpunkt bildet den Anker in die normale Welt. Dorthin kehrt man auch am Ende seiner Reise zurück. Diesen Punkt findest Du auch in einer Notlage, wenn ein schneller Rückzug angesagt ist oder wenn Du Dich verlaufen hast, immer wieder. Stell Dir einfach vor, dort zu sei, dann bist Du es auch. Damit hast Du die Geisterwelt dann verlassen.

Die Reise

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, kann die eigentliche Reise beginnen. Nimm eine entspannte Haltung ein (liegen, Schneidersitz, an eine Wand gelehnt, im Stehen,…) und konzentriere Dich auf Dein Thema. Für einen Anfänger empfehle ich die Unterstützung durch ein monotones Geräusch wie Trommeln oder Rasseln. Auch Digeridoo eignet sich gut. Dies fördert zum einen den Trancezustand und zum anderen schaltet es im gewissen Rahmen Störgeräusche (z.B. Straßenlärm) aus. Desweiteren empfehle ich eine zeitliche Begrenzung von 15-20 Minuten. Das ist für die ersten Reisen völlig ausreichend. Am besten trommelt die Begleitperson. Hat man ein wenig Übung, kann man auch Trommeln von CD oder Kassette benutzen, wenn man alleine ist.
Hat man ein klares Bild von seinem Startpunkt im Kopf, kann von dort aus die Reise beginnen. Stell Dir vor, von dort aus in die Geisterwelt zu laufen. Dies kann durch ein Mauseloch, einen Gang, eine Treppe, eine Tür, einen Tunnel, einen Nebel, eine Höhle, einen Hohlweg oder einen Aufzug geschehen (um nur einige Beispiele zu nennen). Hat man den Übergang
geschafft, verändern sich die Bilder. Sie entstammen dann nicht mehr der eigenen Fantasie. Jetzt ist die Geisterwelt erreicht. Nicht frustrieren lassen, wenn der Übergang nicht auf Anhieb klappt. Du darfst auch durchaus mehrere Versuche benötigen. Je mehr man sich dabei selber unter Druck setzt, desto geringer ist die Chance, dass es auch funktioniert. Also nichts überstürzen! Schamanisches Reisen kann im Prinzip jeder lernen.

Der Aufenthalt in der Geisterwelt

Ist der Übergang gelungen, befindet man sich in der nichtalltäglichen Wirklichkeit. Diese stellt sich jeder Person mit anderen Bildern dar. Es ist sehr schwer, dies genauer zu beschreiben, weil jeder Mensch Bilder anders wahrnimmt und auch anders interpretiert. Bereisen z.B. mehrere Personen den selben Ort in der Geisterwelt, sind die Bilder zwar unterschiedlich, ergeben aber auch erstaunlich viele Parallelen. Etwas hoch aufragendes stellt sich dem einen unter Umständen als Turm, dem anderen als Obelisk und dem dritten als Säule dar. Auch das Erscheinungsbild einer Wesenheit ähnelt sich bei verschiedenen Personen häufig. Zum Teil liegt das daran, dass die Wesenheiten oft Gestalten annehmen, die uns bekannt sind aus Erzählungen oder Bildern. Man denke da an klassische Darstellungen vom Tod mit schwarzem Mantel, Kapuze und Sense in der Hand oder dem griechischen Gott Pan mit Bocksfüßen, Hörnern und einer Flöte. In unserer Trommelgruppe machen wir häufig Übungen dazu. Oft bringt jemand eine Schachtel mit, in der sich ein Gegenstand befindet, den von den anderen keiner vorher gesehen hat. Dieser wird mit den Fragestellungen nach der dazugehörigen Wesenheit, dem Ursprung, dem Verwendungszweck und Ähnlichem bereist.

Zum Teil ist das Erscheinungsbild der Geisterwelt auch beeinflußbar. Wenn ich in einem Wald sein möchte, bin ich oft auch in einem Wald. Oder auch anders: wenn ich erwarte, in einem Wald zu sein, bin ich dort auch meistens. Wenn man erwartet, bestimmte Dinge zu sehen, bekommt man diese dann auch zu sehen. Darum muß sehr darauf geachtet werden, was einem die Geister zeigen und was man sich selber definiert. Das zu unterscheiden, bzw. seine eigene Fantasie und Erwartung abzustellen, erfordert einfach Übung. Je geringer die Erwartungshaltung, je genauer werden die Ergebnisse. Wichtig ist, sich nicht selber in die Irre zu führen, sondern auf seine eigene Intuition zu vertrauen.

Hierzu ein eigenes Beispiel:
In der Trommelgruppe haben wir eine Feder gezeigt bekommen, mit dem Auftrag, in einer schamanischen Reise herauszufinden, zu welchem Vogel sie gehört, wo er lebt, sein Verhalten, u.s.w. Die Feder sah wie die eines Adlers aus. Da ich vorher schon mal eine Adlerfeder gesehen hatte, dachte ich, es sei eine und bin mit dieser Erwartungshaltung in die Reise gegangen. Dass ich dann in den Alpen gelandet bin, hat mich zunächst irritiert. Dann habe ich einen Geier gesehen. In dem Moment dachte ich, das kann nicht sein und sah daraufhin einen Adler in den Bergen, wie ich erwartet hatte. Nach der Reise stellte sich heraus, dass ich am Anfang der Reise doch richtig gelegen hatte. Die Feder war von einem Gänsegeier und der lebt in den Alpen. Einige seiner Federn sind denen eines Adlers so ähnlich, dass sie selbst Experten kaum unterscheiden können. Also war meine erste Intuition doch richtig

Es ist wichtig, zu beachten, dass sowohl räumliche Ausdehnung als auch Zeit in der Geisterwelt keine Bedeutung haben. Man kann z. B. Strecken, die einem sehr weit vorkommen, in enorm kurzer Zeit zurücklegen oder auch quasi in Nullzeit von einem Ort zu einem anderen wechseln. Manchmal kommt es Dir vor, mindestens eine Stunde gereist zu sein, es waren aber nur 15 Minuten, aber es kann auch vorkommen, dass Du glaubst, nur 5 Minuten gereist zu sei, dabei war es eine halbe Stunde. Dieses Verhalten von Zeit und Raum erklärt auch das Phänomen, dass die selbe Wesenheit verschiedenen Personen an unterschiedlichen Orten zur selben Zeit erscheinen kann.
Das Ende der schamanischen Reise
Reist man mit Trommeln, kann einige Zeit vor Ende der Reise (3-5 Minuten) ein kurzes akustisches Signal geben werden, das darauf hinweist, das Thema langsam abzuschließen, sich von seinen Verbündeten zu verabschieden und sich dann auf den Rückweg zum Startort zu machen. Dies kann z.B. eine kurze Pause im gleichmäßigen Trommeln sein. Ganz am Ende kommt dann noch mal ein Rückholsignal, das ganz deutlich macht, dass die Reise zu Ende ist. Das kann z. B. so aussehen: 5 Schläge, Pause, 5 Schläge, Pause (4-5 Mal) und danach ein leiser Trommelwirbel, bis alle Teilnehmer die Reise beendet haben. Das Rückholsignal macht es gerade für den Anfänger leichter, die Reise zu beenden.
Bevor die Geisterwelt endgültig verlassen wird, sollte man sich natürlich von seinen Verbündeten verabschieden und sich für ihre Hilfe bedanken. An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass die Verbündeten der Geisterwelt, egal ob Krafttier, schamanischer Lehrer oder andere, wie gute Freunde zu betrachten sind und auch als solche behandelt werden!
Nachbereitung der Reise
Nach Beendigung der Reise empfehle ich, sofort eine Zusammenfassung der Reise zu machen. Am bewährtesten ist es, die wichtigsten Inhalte aufzuschreiben, auch wenn das etwas mehr Mühe macht. Dann kann man auch später noch einmal darauf zurückgreifen. Zumindest eine gedankliche Zusammenfassung sollte man machen. Das verhindert, dass man einige Minuten später wichtige Teile schon wieder vergessen hat. In einer Gruppe ist der Austausch der Erlebnisse oft sehr interessant.
Ganz zum Schluß werden die Geister wieder entlassen. Man verabschiedet und bedankt sich noch mal.

Grundsätzlich kann man auch ohne Trommel oder andere akustische Begleitung reisen. Auch die Vorbereitung kann ohne Hilfsmittel (Räucherwerk usw.) gemacht werden. Es hat den Vorteil, zu jeder Zeit und an jedem Ort reisen zu können, ohne irgendwelchen Kram mitschleppen zu müssen. Aber es hat sich für mich herausgestellt, dass die ganzen Hilfsmittel das Reisen wesentlich erleichtern und es somit einfach weniger Konzentration erfordert. Es bleibt mehr Kraft fürs Wesentliche. Das gilt besonders, wenn mehrere Leute zusammen sind. Ohne akustische Begleitung zu Reisen hat auch den Nachteil, dass man schnell den Sinn für die real verlaufende Zeit verlieren kann.

Wie kann ich selbst schamanisches Reisen lernen? oder
Der schamanische Basiskurs

In dem Text auf dieser Seite ist sehr ausführlich beschrieben, wie eine schamanische Reise funktioniert. So mancher wird sich denken, dass er damit alle Grundlagen hat und einfach mal losprobieren kann. Davon kann ich nur abraten! Professionelle Unterstützung ist dabei immer hilfreich und notwendig. Wenn ich an meine ersten Erfahrungen mit dem Reisen denke, bin ich sehr froh, dass ich fachkundige Begleitung hatte. Auch wenn ich in der Theorie schon genau wusste, wie es funktionieren müsste. Ich hatte hinterher eine Menge Fragen, war erstmal sehr unsicher und hätte allein vermutlich nicht gewusst, ob ich noch ganz normal bin. Und so geht es vielen, die eine schamanische Reise zum ersten mal durchführen.

Generell kann das Reisen jeder lernen. Also kann auch jeder einen Basiskurs besuchen.
Das schamanische Reisen selbst lernen fumktioniert in zwei verschiedenen Varianten.
1. Eine Einzelsitzung bei einem Schamanen oder einer Schamanin seiner persönliche Wahl.
2. Ein schamanischer Basiskurs
Eine Einzelsitzung wird etwa einen Tag in Anspruch nehmen. (So mache ich es zumindest.) Wie lange es genau dauert, ist von den Vorkenntnissen des Einzelnen abhängig. Sie kann aber auch in mehrere kleine Sitzungen unterteilt werden.
Ein Seminar über schamanische Grundlagen dauert meistens ein Wochende. Es gibt viele schamanisch arbeitende Menschen, die solche Kurse anbieten. Die richtige Wahl sei hier jedem Individuum selbst überlasen.
Natürlich möchte ich an dieser Stelle auf meine eigenen Seminare hinweisen:
Die Grundlagen der schamanischen Arbeit, ein schamanischer Basiskurs
Hier werden alle wichtigen Grundlagen und vor allem das schamanische Reisen mit verschiedenen praktischen Übungen unterrichtet. Auf der Seminarseite finden Sie ausführliche Informationen zu dem Basiskurs: Termine, Ablauf, Voraussetzungen für die Teilnahme, …

Wenn Sie Interesse an einem Basiskurs oder einer Einzelsitzung haben, kontaktieren Sie mich
bitte.

Inzwischen habe ich schon einige Fragen zum Artikel “schamanische Reise” bekommen. Darauf möchte ich hier näher eingehen. Dann muss ich nicht 10 mal das gleiche in einer Mail schreiben.
Hier eine Auflistung:
– Welche Gefahren können bei einer schamanischen Reise auftreten?
– Wie können andere, die das Ganze anfangs begleiten sollen, helfen?
– Wie alt muss man sein, um schamanische Reisen ausführen zu dürfen?
– Darf man schamanische Reisen von Anfang an allein machen?

 

FAQ

Welche Gefahren können bei einer schamanischen Reise auftreten?

– Du könntest dich verlaufen.
Du kannst dir vorstellen, dass du allein in einer großen fremden Stadt ohne Stadtplan unterwegs bist und es ist keiner da, den du nach dem Weg fragen kannst. Oder du bist ganz allein mitten in einem großen Wald, keine Orientierung, keine Karte, kein Kompass. Wie findest du wieder zurück, wenn du keine Ahnung hast, in welche Richtung du gehen sollst?
– Du könntest Wesenheiten begegnen, die dir schaden könnten, ohne dass du gelernt hast, dich zu schützen oder schnell genug zurück zu ziehen.
– Du könntest mit Dingen konfrontiert werden, die du allein nur schwer oder gar nicht verarbeiten kannst oder die du nicht verstehst. Das können eigene Ängste sein oder das andere Funktionieren von Raum und Zeit. Dies kann eine große Verwirrung auslösen.
– Als Anfänger bist du noch nicht geübt, Dinge richtig zu sehen oder zu beurteilen. Deine Wahrnehmung ist noch stark von deinen eigenen Erwartungen beeinflusst. Das kann zu Fehlinterpretationen führen, was wiederum zu Handlungen führen könnte, mit denen du dir selbst (oder anderen) schadest.

Wenn etwas gefährliches passiert in der schamanischen Reise, kann das ganz unterschiedliche Folgen haben. Es können sich schadende Energien anhaften. Es können sich auch schädliche Wesen anhaften. Es kann ein Seelenteil verloren gehen. Und noch einiges mehr. Ich will damit keine Panik machen. Doch es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, das schamanisches Arbeiten nicht immer nur Licht und Liebe ist.
Generell sei aber gesagt, dass in den meisten Fällen nichts schlimmes passieren wird. Aber eben nur in den meisten Fällen. Ich habe auch schon erlebt, das Leute Probleme in der schamanischen Reise bekommen haben und dann keiner da war, der helfen konnte. Und ich durfte dann das, was derjenige sich eingefangen hatte, wieder beheben.
Normalerweise konfrontieren dich deine Geister nur mit Dingen, die du auch bewältigen kannst. Auch wenn das nicht immer leicht ist. Aber es gibt eben auch die Ausnahmen.
Wer allerdings groben Unfug anstellt oder sich nicht an die ansagen der spirituellen Helfer hält, muss natürlich auch mit Konsequenzen rechnen.

Warum brauche ich einen Lehrer?

Der Schamane, der die ersten Reisen begleitet, ist in der Reise eine Art Wächter. – Er holt dich zurück, wenn Schwierigkeiten auftreten.
– Wenn Fragen auftreten, kann er diese beantworten.
– Wenn es zu Verwirrungen kommt, ist er da, um diese zu klären.
– Der Schamane hilft, das Gesehene richtig zu deuten und lehrt, es zu hinterfragen.

Auch ich habe nach vielen Jahren schamanischer Praxis noch Situationen, die ich mit kompetenten Kollegen bespreche, weil ich mir nicht ganz sicher bin.
Ich habe vor einiger Zeit erlebt, dass jemand in der ersten Reise sehr stark mit seiner „dunklen Seite“ konfrontiert wurde. Es gab viele Tränen und viel „Ich verstehe das nicht.“, „Ich komme damit nicht klar.“. Wenn in so einer Situation niemand zum Reden da ist, der solche starke Gefühle auffangen kann, ist das ungünstig. So etwas kann im Extremfall auch zu einem Seelenverlust führen oder ein Fall für den Psychologen werden.
– Das Schamane kann sich ein Bild von seinem “Schüler” machen und beurteilen, ob es schon
die richtige Zeit ist oder nicht.

Wie alt muss man sein, um schamanische Reisen ausführen zu dürfen?

Diese Ausführung gilt nicht nur für das schamanische Reisen, sondern für schamanisches Arbeiten allgemein.

Alt genug! Das kann ich nicht pauschal sagen.
Das Alter ist nicht unbedingt ausschlaggebend. Mehr der allgemeine physische und psychische Zustand.
– Du solltest über ein ausreichendes Verantwortungsbewusstsein für dich und andere verfügen.
– Du solltest eine gewisse Reife haben. Einem Teenager, der grade von einer Entwicklungskrise in die nächste
stürzt, ist sicherlich nicht zum schamanischen Arbeiten zu raten.
– Für schamanisches Arbeiten ist es zwingend notwendig, fest mit beiden Füßen auf dem Boden zu stehen.
Eine gewisse Lebenserfahrung ist auch gut (und die hat man z. B. mit 14 meistens noch nicht).
Eine psychische Krise (auch wenn man schon 30 ist) ist keine gute Voraussetzung für dem Beginn des
schamanischen Arbeitens. Andererseits ist der Besuch bei einem Schamanen, um ein Problem zu bewältigen,
oft der Beginn, selber in das schamanische Arbeiten einzusteigen. Hier arbeitet die Person aber gemeinsam
mit dem Schamanen daran, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen.
– Ein ernsthaftes Interesse für die Sache ist notwendig. Verklärte Teeniehexen nach Charmed und Buffy haben
meiner Meinung nach nicht die notwendige Reife.
– Wie viele Erfahrungen im magischen Bereich bereits gemacht wurden, kann auch wichtig sein.
– Ein ausgeglichener energetischer und gesundheitlicher Zustand ist zu beachten.
Wenn ich krank bin, ist mir schamanisches Arbeiten oft zu anstrengend, auch wenn es trotzdem funktioniert.

Es gibt kein pauschales „der darf es lernen und der nicht“. Das ist sehr vom Individuum abhängig.
Es könnte einen 12-jährigen geben, den ich für alt genug halte, es kann aber genauso einen 40- jährigen geben, dem ich abraten würde.
Häufig besuchen Leute, die schamanisches Arbeiten lernen wollen, sogenannte Einführungskurse. Bei denen stellt sich meist schnell heraus, wer dafür geeignet ist und wer nicht.

Darf man schamanische Reisen von Anfang an allein machen?

Ich kann niemandem verbieten, es alleine auszuprobieren. Ich kann nur Rat geben. Jeder ist für sich und sein Handeln selbst verantwortlich, muss aber auch bereit sein, die Konsequenzen selbst und alleine zu tragen.
Ein Grundsatz der Hexen ist: „Tu, was du willst, solange du damit niemandem schadest!“ Das bedeutet auch, solange du dir selbst nicht schadest!
Traust du dir zu, als Anfänger, selber zu beurteilen, ob du alles richtig gemacht hast, ob alles richtig funktioniert hat?
Um es mal etwas bissiger auszudrücken: Autofahren bringt man sich ja auch nicht selbst bei. Aber letztendlich liegt die Entscheidung einzig und allein bei dir!
Ein schamanischer Grundsatz sagt: “Vertraue deinen Geistern!”. Ich selbst hatte damit am Anfang oft Schwierigkeiten und war froh, einen Lehrer in der realen Welt zu haben, der mir Rat geben konnte. Ich bin selbst nach Jahren schamanischer Arbeit oft noch froh, wenn ich manchmal andere um Rat fragen kann.

Abschließend kann ich nur antworten:
“Was du tust, musst du letztendlich selbst entscheiden!
Tu, was du willst und vertraue deinen Geistern!
Sei Verantwortungsbewusst dir und anderen gegenüber!”
Ich hoffe, ich konnte einige Entscheidungshilfen liefern.

                        

Interessante Themen für schamanische Reisen

In diesem Kapitel werde ich einige Vorschläge für interessante schamanische Reisen machen. Nachdem ich das Reisen gelernt hatte, wollte ich es gerne üben, mir sind aber oft keine Themen eingefallen. Auch jetzt überlege ich manchmal, was es noch an interessanten Themen geben könnte.
Wichtig ist es, immer vorher mit dem Krafttier oder einem anderen Begleiter aus der geistigen Welt Kontakt aufzunehmen und zu fragen, ob das geplante Thema auch wirklich gerade sinnvoll ist! Einige der unten genannten Themen erfordern eine gewisse Erfahrung. Darum möchte ich deutlich darauf hinweisen, dass jeder für sein Handeln und dessen Konsequenzen selbst verantwortlich ist und auch die Konsequenzen daraus selbst tragen muss!
Viele Themen sollten bei der Reise von einem erfahrenen Begleiter unterstützt werden. Sie können vieles hervorbringen, das schwer zu verarbeiten sein könnte. Dann ist eine gute Begleitung sehr wichtig, egal ob von einem guten Psychologen, einem erfahrenen Schamanen oder von einem guten Freund.
Sei vorsichtig, was Du Dir wünscht, Du könntest es bekommen!
Auch wenn diese Liste zunächst nicht lang erscheint, bieten einige dieser Themen Möglichkeiten für mehrere Reisen.
Ich habe durch viele schamanische Reisen zu vielen dieser Themen wertvolle Informationen bekommen, die in keinem Buch zu finden sind, da es sehr individuelles Wissen ist.
Schöne Beispiele sind Pflanzen, Heilsteine oder Runen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Stein bei jedem Menschen die gleiche Wirkung hat. Genauso ist es mit Heilpflanzen oder Runen.
Über eine schamanische Reise zum jeweiligen Objekt kann ich umfangreiche Informationen bekommen, was für wen in welcher Situation gerade sinnvoll oder auch nicht sinnvoll ist.
Auch Reisen zu bestimmten Orten bzw. deren Ortsgeistern bieten nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten. Jeder Ort ist anders und stellt sich auch in der Geisterwelt für verschiedene Menschen unterschiedlich da. Sehr interessant, das in einer Gruppe auszuprobieren.
Einige Themen sind hervorragend geeignet, sich mit seinen eigenen Problemen auseinander zu setzen.
Jedes Thema ist hier nur mit wenigen Worten erläutert. Es soll noch Raum sein für eigene Ideen und Empfindungen.

An dieser Stelle mal wieder ganz wichtig:
Die schamanische Arbeit kann den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten nicht ersetzen sondern nur unterstützen!!!

Reise zur Quelle der Kraft:
Diese Quelle muss keine Quelle im alltäglichen Sinn sein. Sie sieht bei jedem Menschen anders aus und bietet eine sehr gute Möglichkeit, neue Energie zu tanken.

Reise ins Land der Freude:
Ein gutes Thema, wenn es an selbiger mal arg mangelt. Eine schöne Erinnerung oder Ermahnung, sich mehr auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren.
Aber auch ein gutes Thema für eine Gruppe. Jedem macht etwas anderes Freude und es bietet sich einen interessanter Austausch.

Reise ins Land der Lust:
Was bereitet mir Lust? Nicht nur auf sexueller Ebene! Auch Essen oder einen Gegenstand berühren kann etwas lustvolles sein. Sich auf diesem Weg mal wieder selbst zu entdecken, ist spannend.

Reise zum Fluss des Lebens:
Wo beginnt mein Leben? Wo endet es? Welche Hindernisse lassen den Fluss nicht gleichmäßig fließen und müssen beseitigt werden? Ein Thema, dass vielfältige Möglichkeiten bietet, sich selbst und sein Leben zu reflektieren.

Reise zur Wiese der schönen Dinge:
Wie oft vergessen wir in der Hektik des Alltags, auf die schönen Dinge zu achten. Die Blume, den Sonnenuntergang, den glitzernden Wassertropfen, …
Hier können wir uns daran erinnern lassen, wieder mehr auf diese großen Kleinigkeiten zu achten und damit auf einfache Weise viel Lebensqualität zu gewinnen.

Reise ins Land der eigenen Seele:
Ein elementares Thema für jeden, der sich intensiv mit sich selbst auseinander setzen möchte und viele Dinge auflösen will. Die eigene Seele zu bereisen kann sehr viele Reisen bedeuten. Immer wieder Neues an sich selbst entdecken und aufarbeiten. Das erfordert Mut und viel Geduld. Und ganz oft kompetente Begleitung!!! Manchmal kann man die Dinge, die man dabei erlebt, nicht allein verarbeiten.

Reise zum Tempel der Seele:
Hier ist es ähnlich wie bei der Reise zu Seele. Viel Mut, Vorsicht und Geduld ist nötig. Aber auch viele Erkenntnisse über sein wahres “Ich” warten im Seelentempel darauf, gefunden zu werden. Jeder Seelentempel sieht anders aus. Das ist ein sehr intimes Thema, das einen gut geschützten Raum erfordert, es zu bearbeiten. Ich empfehle, eine solche Reise in Begleitung zu machen. Im Seelentempel kann eine ganze Menge zu finden sein, was hinterher auch verarbeitet werden muss.

Reise zur Stadt der Gerechtigkeit:
Was ist gerecht? Was ist nicht gerecht? Geht es darum, recht zu bekommen oder geht es um Erkenntnis? Welches Recht habe ich?
Viele Fragen, auf die hier Antworten gegeben werden könnten.

Reise zu verschiedenen Ortsgeistern (die des Hauses, des Dorfes, der Stadt,
des Flusses, der Quelle, …):
Wenn ich an einem unbekannten Ort schamanisch arbeiten will, reise ich zu den Ortsgeistern, um mich vorzustellen und um Erlaubnis zu bitten, aktiv werden zu dürfen. Wer hat es schon gern, wenn fremde Leute eine Party im eigenen Wohnzimmer veranstalten, ohne dass man selbst davon was weiß?
Auch, um Informationen über einen Ort zu bekommen, sind die Ortsgeister hilfreich. Sie können wertvolle Helfer sein.

Reise zu verschiedenen Orten:
Wie sieht dieser Ort in der Geisterwelt aus? Wie hat der Ort vor 100, 500 oder 1000 Jahren mal ausgesehen? Welche wichtigen Ereignisse haben stattgefunden? Gibt es Dinge am Ort, die negative Einflüsse auf die Natur, die Bewohner etc. haben? Diese und noch viele andere Fragen können so beantwortet werden. Ein sehr spannendes Thema für Gruppen. Wir haben schon sehr viele interessante Dinge dabei gelernt, die in keinem Geschichtsbuch zu lesen sind. Aber Vorsicht: Nicht jeder Ort mag gern besucht werden!

Reise zum Baum des Lebens:
Welcher Baum ist mein persönlicher Lebensbaum? In welchen Zustand ist er gerade? Welche Pflege kann ich ihm zukommen lassen (gießen, trockene Äste schneiden, einen Befall mit Schädlingen beseitigen, ungebetene Gäste vertreiben …). Seinen Baum gut pflegen bedeutet, die Selbstheilungskräfte richtig anzukurbeln und Probleme aufzulösen.

Reise zu den Ahnen:
Die eigenen Ahnen können wertvolle Helfer für die schamanische Arbeit sein. Sie können helfen, sich selbst zu entdecken und seine Ursprünge. Ahnenforschung auf etwas andere Weise. Sozusagen im direkten Gespräch mit denen, die vor uns gelebt haben.
Das Thema Ahnen ist sehr umfangreich. Dazu gibt es hier einen ausführlichen Artikel.

Reise zu Feuer / Wasser / Erde / Luft:
Welche Bedeutung hat das Element für mich? Welche Aspekte stecken darin?
Die Kräfte der Elemente haben eine wichtige Bedeutung in der Arbeit von Hexen und Schamanen.
Ausführlicheres dazu gibt es hier.

Reise zu den Elementargeistern:
Auch sie sind sehr vielfältig und interessant. Allerdings manchmal auch mit Vorsicht zu genießen. Aus einem kleinen Wind kann sonst schnell ein Sturn werden …

Reise zu einem bestimmten Gegenstand:
Gut, wenn man Informationen über den Gegenstand bekommen möchte.
Wofür und wie kann er verwendet werden? Wer hat ihn mal besessen? Wo kann ich ihn finden (sehr schwer!)? …

Reise zu einer bestimmten Pflanze:
Welche Wirkung hat die Pflanze? Wie kann ich sie anwenden? Wo ist der optimale Standort in meinem Garten? …
Wichtig: Bei therapeutischer Anwendung von Heilpflanzen immer einen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker zu Rate ziehen.
In der Reise bekommt man nur die Infos, nach denen man auch fragt. Nebenwirkungen und Kontraindikationen werden da leider nicht automatisch mit aufgezählt.

Reise zu einem bestimmten Stein (Heilstein):
Welche Wirkung hat er? Wie verwende ich ihn? Wie reinige ich ihn? Wo lege ich ihn am Besten hin? …

Suche nach einem Lehrer für ein bestimmtes Fachgebiet:
Wenn jemand nach Wissen sucht, dass nicht im Büchern zu finden ist oder für das ein weltlicher Lehrer gerade nicht zu bekommen ist, kann man sich einen Lehrer aus der nicht alltäglichen Wirklichkeit suchen. Das funktioniert. Allerdings sind diese Lehrer nach meiner Erfahrung auch sehr viel strenger als die aus der alltäglichen Wirklichkeit. Wenn man sich nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit mit dem Thema befasst, können sie recht sauer werden oder verschwinden einfach wieder.

Reise zu den verschiedenen Runen:
Auch hier bietet die Reise spannendes, dass in keinem Buch steht. Außerdem ist das Erfahren der Runen auf diese Weise viel effektiver und man lernt sie viel intensiver zu verstehen. Es ist mehr als das auswendig gelernte aus dem Buch.
Auch hier Vorsicht: Runen können ganz schön heftig sein! Ihre Kräfte niemals unterschätzen!

Reise durch den eigenen Körper:
Wie sieht mein Inneres aus? Arbeiten alle Organe so, wie sie sollten? Muss etwas entfernt werden, das dort nicht hin gehört? …
Ein wichtiges Thema für die Selbstheilung. Anatomische Grundkenntnisse haben sich dabei für mich als sehr vorteilhaft erwiesen.

Reise zur Schlucht der Angst:
Was ist Angst? Wie äußert sie sich und was bewirkt sie? Wie blockiert mich die Angst? …
Kein Thema für Anfänger!!!

Reise zu den eigenen Ängsten:
Sich mit den eigenen Ängsten zu befassen, ist ein großer Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung und erfordert immer eine kompetente Unterstützung!
Wovor habe ich wirklich Angst? Wie kann ich die Angst auflösen? Wie blockiert sie mich? …

Reise zum inneren Heiler:
Den inneren Heiler hat jeder. Ihn finden und mit ihm zu kommunizieren, ist ein guter Weg, heil zu werden.

Reise zum eigenen Haus / der eigenen Wohnung in der nicht alltäglichen Wirklichkeit und in der alltäglichen Wirklichkeit:
Wie sieht mein Wohnbereich in der AW / NAW aus? Was kann ich ändern, damit Energien frei fließen können? Gibt es Dinge, die Energie schlucken? Wie kann ich die passende Harmonie herein bringen? Gibt es ungebetene Gäste? Wo gibt es Energielinien? …
Unstimmigkeiten im Wohnbereich können massive Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden haben.

Reise zum Raum / Ort der Verträge /Die Bibliothek der Verträge
Welche Verträge habe ich abgeschlossen, die mich im hier und jetzt beeinflussen und wie kann ich diese Verträge ändern oder aufheben / auflösen?
In dieser Bibkiothek sind nicht alle unsere abgeschlossenen Verträge zu finden doch schon ziemlich viel.
Ein Thema bei dem man schon recht geübt sein sollte im schamanischen Reisen.

                     

persönliche Erfahrungsberichte zu schamanischen Reisen

An dieser Stelle möchte ich dem interessierten Leser die Möglichkeit geben, Erfahrungsberichte von schamanischen Reisen zu lesen. Diese wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt und ihre Veröffentlichung wurde ausdrücklich vom jeweiligen Verfasser genehmigt.
Dafür vielen Dank!!!
Die Urheberrechte liegen bei den Verfassern der Texte, auch wenn diese hier nicht namentlich genannt werden. Ich kenne die Namen und werde es ggf. weiterleiten, wenn diese Texte ohne Genehmigung an anderer Stelle veröffentlicht werden!

Nicht jedes Mal ist die erste Erfahrung mit einer schamanischen Reise etwas ganz wunderbares. Hier werden auch Menschen zu Wort kommen, die keine guten Erfahrungen gemacht haben.
Doch für mich hat sich gezeigt, dass die meisten durchaus gute Erfahrungen gemacht haben, auch wenn sie oft eine ganze Zeit benötigen, die Erlebnisse zu verarbeiten.
Die Wahrnehmungen in der Geisterwelt oder auch “nicht alltäglichen Wirklichkeit” sind sehr vielschichtig.
Manche erleben von Anfang an bunte Bilder mit allen dazu gehörenden Sinneseindrücken, wie in einem Kinofilm, in dem man selbst mitspielt.
Andere sehen nur Schemen, hören Töne oder nehmen intensive Gefühle wahr. Wieder andere hören nur Stimmen ohne Bilder.
Richtig oder falsch gibt es bei der schamanischen Reise nicht.
Wichtig ist “nur”, sich so weit wie möglich von den eigenen Erwartungen frei zu machen und es einfach geschehen zu lassen.
Gerade Anfänger haben viele Probleme mit ihren ersten Erfahrungen. Sie wissen oft nicht, was genau geschehen ist. Fragen wie: “Ist das jetzt real gewesen?” oder “Werd ich grade verrückt?”, “Habe ich mir das alles nur eingebildet?” sind normal. Dann ist es schön, sich mit anderen auszutauschen, um zu erleben, dass die gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Mir hat vor vielen Jahren sehr geholfen, die Berichte von anderen Anfängern zu hören. Mir hilft es auch heute noch. Dabei vergesse ich nie, wie es denen geht, die zum ersten Mal schamanisch reisen.
Einige Berichte habe ich mit eigenen Kommentaren und Erfahrungen erweitert. Manchen sind Links zu den Verfassern beigefügt oder Links mit Quellenangaben.
Einen umfangreichen Artikel, der das schamanische Reisen genau beschreibt, ist hier zu finden.

Hier sind einige Erfahrungen von Neulingen veröffentlicht. Ich hoffe, sie helfen dem Suchenden weiter!

Erfahrungsbericht von einer Frau:
Meine erste schamanische Reise fand am 14. Juli 2007 statt. Sie wurde von einer erfahrenen Schamanin (das war nicht ich, Jasra) geleitet. Ich habe nicht wirklich Bilder gesehen, habe aber unglaublich starke Gefühle erhalten.
Bei der Reise in die untere schamanische Welt hatte ich das unglaubliche Gefühl der wunderbaren Schönheit von Mutter Erde. Es erzeugte eine grenzenlose Dankbarkeit, dass ich das erfühlen durfte.
Danach fühlte ich, ich sei eins mit der göttlichen Liebe und dem göttlichen Licht. Dieses Gefühl war so überwältigend, dass mir die Tränen liefen und ich mich schluchzend diesem Gefühl in Wonne ergab. Irgend jemand kuschelte sich an mich, legte seinen Arm über meinen Bauch und atmete ganz bewusst, bis ich selbst mich in diesem bewussten Atmen auffangen ließ und wieder ruhiger wurde.
Nach Abschluss dieser Reise konnte jeder erzählen, was er erlebt hat. Ich war so erfüllt von Dankbarkeit, dass ich dieser Dankbarkeit Ausdruck verleihen musste.
Ein mir bis dahin völlig Unbekannter stand auf, als er an der Reihe war mit den Worten: „Ich habe das Bedürfnis, jemandem der hier Anwesenden etwas zu schenken.“ Er kam auf mich zu und überreichte mir ein Stück geschmolzenes Silber. Bei dem Gedanken daran wird mir wieder dieses unglaubliche Gefühl gegenwärtig, das mir Tränen in die Augen treibt. Er gab es mir mit den Worten „Du weißt was damit anzufangen“ (oder so ähnlich).
Bei der Reise in die obere schamanische Welt, sah ich mich in der Baumkrone „meiner“ Buche. In dem Moment, als ich überlegte, wie ein Vogel wegzufliegen, fühlte ich die Anwesenheit meines Vaters. Ich sah keine bunten Bilder oder Geschichten, wie andere in der Runde. Es waren nur Fragmente, und wenn ich sie sah, dachte ich, das muss ich hernach sagen. So sah ich viele Lichtwesen um mich her, sie schienen zu tanzen. Keines tat sich hervor und sagte, worauf ich gehofft hätte, „Hallo, ich bin der und der“. Mir war nur bewusst, dass „SIE“ bei mir sind. Am Ende sah ich Augen auf mich zukommen oder war’s nur eins? Bin mir nicht mehr sicher.
Während beider Reisen hatte ich das Gefühl, mit dem HIER und JETZT weiterhin verbunden zu sein. Konnte mich aber nur mit Mühe von dem jeweiligen DORT lösen.
Nach diesen beiden Reisen fühlte ich mich so schlau wie vorher und sagte dies zu Viola. Sie trommelte die Anwesenden noch einmal zur Ruhe und erklärte, dass nicht jeder gleich erkennt, was die Schamanische Reise bedeutet, dass sich das jedoch in den Tagen danach meist klären wird. Und Viola hatte Recht!
Jede Reise für sich genommen ist ein wunderbares Erlebnis gewesen. Und ich freue mich auf die nächste Reise. Jedoch diese Erste hat einen wahren „Erdrutsch“ in mir ausgelöst, der mich weiter nach vorne treibt.
Danke für diese Erfahrung.


Meine eigenen ersten Erfahrungen mit dem schamanischen Reisen:

Der folgende Text ist zum größten Teil in der Zeit kurz nach meinen ersten schamanischen Reisen entstanden. Ich habe ihn mehr oder weniger so übernommen, wie ich ihn damals handschriftlich verfasst habe. Ergänzungen sind nicht kursiv gesetzt.
“Meinen ersten intensiven Kontakt mit dem Schamanismus und somit mit dem schamanischen Reisen, habe ich in China im Juli 1997 gemacht.
Vorher hatte ich mich schon einige Jahre mit dem Hexentum befasst.
In China lernte ich jemanden kennen. Er hat mir einiges über schamanische Reisen erzählt und mich sehr neugierig gemacht.
Auf meinen Vorschlag hin hat er sich in meiner Anwesenheit auf eine Reise begeben. Da das Hotelzimmer klein war, saß ich auf dem Bett direkt hinter Thomas. Leise konnte ich die Trommelmusik von seinem Walkman hören.
Was dann geschehen ist, kann ich nicht so genau sagen. Ich fand es verwirrend und faszinierend zu gleich. Er hatte mir schon vorher ein wenig von dem Ort erzählt, an den er normalerweise reist (aber nie genaueres). Nachdem er seine Reise beendet hatte, konnte ich sogar Einzelheiten dieses Ortes beschreiben, auch, als er nach Details fragte, die er vorher bestimmt nicht erzählt hatte.
In der Zeit der Reise hatte ich oft das Gefühl, genau beobachtet zu werden. Eine Antwort, wer der “Besucher” war, haben wir nur vage bekommen. Er sei sehr mächtig.”
Inzwischen weiß ich, dass es einer meiner spirituellen Lehrer aus der Geisterwelt war. Dieser Tag war der Beginn meiner Berufung zur schamanischen Arbeit. Ich wurde in der Geisterwelt schon sehnsüchtig erwartet…

“Kurze Zeit später besuchte ich meinen Bekannten in München. Gemeinsam fuhren wir zu einem Freund von ihm. Ich lernte einen Schamanen kennen kennen, der sich bereit erklärte, mir das schamanische Reisen beizubringen.” Es sollte über viele Jahre mein Lehrer werden.
Bei meiner ersten Reise war ich sehr aufgeregt. Es war etwas völlig unbekanntes und ich wusste nicht, was geschehen würde. Einerseits war ich total neugierig und andererseits hatte ich auch etwas Angst, wie ich zugeben muss. Situationen, die ich nicht abschätzen kann, empfinde ich häufig als sehr unangenehm.
Das hat sich auch bis heute noch nicht vollständig gelegt. Damals bin ich kaum freiwillig in eine Geisterbahn eingestiegen.

Der 1. Versuch:
Das Thema war: “Ich möchte mein Krafttier finden.
“Ich hatte mir schon vorher einen Ort überlegt, an dem ich die Reise beginnen wollte. Eine Lichtung in einem Wald, die ich mal gefunden hatte, als ich eine Art Traumreise zu einem Kraftort gemacht hatte. Danach hatte ich dieses Bild häufiger vor Augen. So auch zu dem Augenblick am Beginn der Reise. Wie schon vorher manchmal, stand auf der Lichtung ein Hirsch. Dann habe ich versucht, durch ein Mauseloch in die Unterwelt zu gelangen, landete aber immer wieder auf der Lichtung. Irgendwann hatte ich das Gefühl, alles dreht sich und ich brach die Reise ab. Auf die Idee, dass der Hirsch eine Rolle spielen könnte, bin ich erst durch meinen Lehrer gebracht worden.
Wie ich inzwischen schon oft erlebt habe, ein “beliebter Anfängerfehler”. Ich dachte mir damals: “Nein, ein Hirsch ist sicher nicht mein Krafttier. Was habe ich mit einem Hirsch zu tun? Gar nichts.“ Ich hatte ihn ja “nur” einige Male schon vorher auf meinen Kraftplatz gesehen. Ich wollte halt was anderes, einen Löwen, einen Tiger oder Puma, weil ich Raubkatzen so toll fand.
Aber: Das Krafttier kann sich niemand aussuchen. Man wird vom Krafttier ausgesucht.

Der 2. Versuch:
Auf einmal ging alles ganz schnell. Ich stand in einem sehr dichten Tannenwald. Es war kühl und schon dämmerig. Vor mir lag eine lange Schneise, mit weichen Moos bewachsen. Vor mir stand ein Hirsch. Groß, anmutig, majestätisch. Sein Verhalten sagte, dass ich ihm folgen sollte und das tat ich auch. Langsam gingen wir die Schneise entlang. Nach einer ganzen Weile gelangten wir auf die mir wohl bekannte Lichtung. Die gegenüber liegende Seite war durch einen dichten, hellen Nebel verdeckt. Ich schaute mich sehr zögerlich auf der Lichtung um. Und ging unsicher auf den Nebel zu. Sanft, aber bestimmt schob der Hirsch mich in den Nebel. Ich legte ihm die Hand auf den Rücken und ließ mich führen. Bald gelangten wir in einen Gang. Es war der Eingang zu einer Höhle. Zuerst sah ich die Bärin. Ein Braunbär. Die beiden Jungtiere bemerkte ich erst etwas später. Ich durfte die Bärin und ihre Jungen streicheln.
Dann erweckte der Hirsch den Eindruck, dass er mich noch weiter führen wollte. Und die Bärin schien uns begleiten zu wollen.
Doch dann war die Zeit der Reise um.
So hatte ich zwei meiner Krafttiere kennen gelernt. Viele Fragen stellten sich mir:
Gibt es noch mehr Krafttiere?
Was können wir gegenseitig füreinander tun?
Welche Rolle spielt Thomas bei der ganzen Angelegenheit?
Welche Verbindungen bestehen zwischen uns?
Dass es wichtige Zusammenhänge gibt, war uns beiden schon seit China völlig klar. So war ich gespannt auf die nächste Reise.
Die Verbindung zu Thomas war irgendwann dann völlig klar. Wir wurden ein Paar, heirateten 1½ Jahre später und knapp zwei weitere Jahre später kam unsere Tochter zur Welt. Unsere Beziehung ist eine echte Herausforderung für uns beide, aber wir wachsen darin immer wieder über uns selbst hinaus.

Die Zeilen des folgenden Liedes haben mich in der Zeit nach meinem Erlebnis in China und auch nach meinen ersten Reisen in Augsburg immer wieder begleitet. Darum möchte ich hier den vollständigen Text veröffentlichen. Leider habe ich diese Berge nie selbst gesehen, aber das Lied hat mich sehr bewegt.

Leise weht der Wind

Leise weht der Wind über grünen Bäumen
Der Berg grüßt uns von fern.
Wir möchten alle gern mit Ihm träumen.
Leise weht der Wind über grünen Bäumen.
Vor uns liegt der Pfad,
erführt auf den Grat, wo die Wasser schäumen.

Ref.: Vor uns läuft ein Schweigen auf dem Weg davon.
Und man gab ihm einen Namen:
Man nannte es Belledonne.
Der Berg ist wie ein König, die Krone ganz aus Eis.
Eine Schleppe voller Blumen, jung und doch ein Greis.

Leise weht der Wind über kahle Steine.
Ein letzter Blick zurück.
Dort liegt nicht das Glück, das wir meinen.
Leise weht der Wind über kahle Steine.
Nur wer den Berg versteht
auf den Gipfel geht (oder: auf dem Gipfel steht), denn Grenzen gibt es keine!

Refrain: Vor uns läuft …

Leise weht der Wind über Gletscherseen.
Wie weit sind wir gekommen?
Die Kraft ist uns genommen. Doch die Fahrt wird weitergeh’n!
Leise weht der Wind über Gletscherseen.
Unser Ziel erreicht, wir scherzen,
vergessen unsere Schmerzen, wenn wir über allem steh’n.

Refrain: Vor uns läuft …

Leise weht der Wind über’s Alltagsleben.
Vor uns liegt die Stadt, die keine Seele hat.
Was ist der Berg dagegen!
Leise weht der Wind über’s Alltagsleben.
Ab und zu dreh’n wir uns um, doch jene Gipfel bleiben stumm.
Wir möchten gern mit ihnen reden.

Refrain:
Vor uns liegt die Eile der Zivilisation,
doch wir kehren wieder zu unserem Freund Belledonne.
Er ist wie ein König, die Krone ganz aus Eis.
Eine Schleppe voller Blumen und der Wind weht leis …

Dieses Lied entstand 1983 im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) im Bezirk Wetterau.
Weitere Infos zu Ursprung, die ich gefunden habe: Die Roverrunde Kondor des Stammes Graue Adler.
Peter Lampasiak hat dieses Lied geschrieben.

Bei meiner Suche im Netz nach dem vollständigen Text habe ich mehrere leicht unterschiedliche Variationen gefunden. Das ist allerdings, so meine Erfahrung bei Pfadfinderliedern, relativ normal.
Die Belledonne ist ein Gebirge in Ostfrankreich und ein Ausläufer der französischen Alpen.
Der höchste Gipfel ist der “Grand Pic de Belledonne” mit 2 977m über NN
Meine Quellen von damals als ich danach gesucht hatte existieren leider fast alle nicht mehr:
– http://jurtenrunde.de/blog/
– http://www.vcp-rhein-main.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=6&idart=22
– http://www.vonweinburg.de/html/lieder.html
– http://uob.zarum.de/forum/archive/index.php/t-93403.html
– http://forum.mystic-legends.de/archiv/topic_638.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Belledonne
Hier eine Aufnahme davon:
https://www.youtube.com/watch?v=7R88AyTalrc

Oktober 2019: Beim aktualisieren und Links überprpfen habe ich auf youtube nach dem Lied gesucht.
Ich stelle fast, dass mich dieses Lied auch heute noch tief bewegt. Ich habe es lange nicht gehört.


Sues erste Erfahrung:

“Wenngleich ich nicht sicher bin, es vielleicht unbewusst in meiner Kindheit gemacht zu haben, möchte ich kurz hier meine erste Reise schildern.
Wir schrieben das Jahr 1996 und ich las in einer -Anzeige- über eine schamanische Reise bei der VHS. Es hat mich brennend interessiert und ich folgte dem Ruf und meldete mich an. Am Tag -X- war ich ziemlich aufgeregt und startete von Thüle nach Paderborn, um daran teilzunehmen. Den Kursleiter mag ich jetzt nicht benennen.
O.K. Ich war ein Glied einer 30 köpfigen Reise-Mannschaft und wir befanden uns in einer Art Klassenraum. Man wies uns kurz ein, erklärte die W-Fragen und überließ uns dann unserem -Schicksal-.
Schon damals wählte ich einen Baum als Startplatz und als ich es doch tatsächlich schaffte, in ihn hineinzusteigen ging ich ab wie ein Zäpfchen. Es war schlimmer als eine Achterbahnfahrt und ich war nicht in der Lage, diesen Trip anzuhalten. Mein Herz jagte und ich fühlte Angst. Es dauerte irre lange, bis ich den sogenannten Kraftplatz erreichte und ich rutschte im Eiltempo durch schlammige Pfade, wo mir alles mögliche begegnete. Zur damaligen Zeit war es total grauselig und ich hätte heulen können. Irgendwann fiel ich aus einem Loch in den Bau einer Wölfin zu ihren -Jungen- und sie leckte mir durchs Gesicht. Ich fühlte mich aufgehoben und doch war ich total erschöpft. Irgendwann kam das Rückholsignal und ich schaffte es nicht aufzustehen, um mich zurück zu bewegen. Ich versuchte es, aber es ging nicht. Selbst meine Vorstellung ließ es nicht zu. So lag ich da und ließ mich weiter von der Wölfin pflegen.
Irgendwann fühlte ich meine Hände in denen eines anderen Menschen und jemand strich mir über die Wange. Ein anderer saß vor mir, hatte die Augen zu. Ich japste heftig nach Luft und kam zurück. Man sagte mir, dass ich ganz schön weit weg gewesen wäre.
Nachdem ich mich ein bisschen erholen konnte, verabschiedeten wir uns alle. Ich setzte mich ins Auto, um nach Hause zu fahren. Ich fühlte mich immer noch nicht wieder hergestellt und bekam heftigste Probleme während der Fahrt. Herzrasen und Stiche, ein hochroter Kopf und Pulsrasen begleiteten meinen Weg und ich dachte nur daran, heil nach Hause zu kommen.
Zuhause angekomme,n rief ich sofort Peter an. Einen lieben Schamanen aus München. Ich kannte ihn aus einem Chatraum und wusste, dass er mir helfen konnte. So bat er mich, alles an Metall abzulegen und mich hinzulegen. Dies tat ich auch. Ich konnte seine Präsenz fühlen und es ging mir nach kurzer Zeit besser.
Ich sage Euch, das war heftig und heute kann ich gar nicht mehr ohne und die Wölfin ist immer noch da !
Fakt ist dass das -schamanische- Reisen, gerade für Anfänger gut erklärt werden sollte. Ich begleite, gerade “Neulinge” gerne dabei und achte während sie reisen auch auf Reaktionen.”

Mittlerweile ist Sue eine sehr erfahrene Schamanin und hat selbst schon vielen den schamanischen Weg gezeigt.
http://www.pfad-zum-ursprung.de ist ihre Seite.
Vielen Dank, dass ich Deinen Erfahrungsbericht auf diesen Seiten veröffentlichen darf!!!

Dieser Bericht zeigt sehr deutlich, dass eine kompetente Begleitung bei den ersten schamanischen Reisen sehr wichtig ist und dass Massenveranstaltungen, bei denen diese Technik im Schnellverfahren gelehrt wird, grob fahrlässig sind. Auch, wenn die Veranstalter solcher Großgruppen immer behaupten, dass alles gut ist und dass nichts passieren kann.
Dieses Bericht zeigt, es kann sehr wohl mal was schief gehen kann, wenn die nötige Unterstützung fehlt.
Wer sich für so erfahren hält, dass es behauptet, es könne 30 bis 50 unerfahrene Leute gleichzeitig “überwachen”, leidet nach meiner Meinung unter einer massiven Selbstüberschätzung.
Aus meinen ersten Reisen bin ich immer mit mehr Fragen heraus gekommen als ich hinein gegangen bin. Und das geht, nach meinen Erfahrungen, fast jedem Neuling so. Dabei war ich immer sehr froh, jemanden zu haben, der mich wieder “auf den Teppich” gebracht hat und der mir ganz geduldig zugehört hat und noch viel geduldiger meine ganzen Anfängerfragen beantwortet hat.
Wie soll eine solche, sehr wichtige Zuwendung, bei 50 Leuten funktionieren. Da wird doch letztendlich jeder mit seinem “Problem” allein gelassen. Vor allem trauen sich nur wenige, vor 50 Leuten zu berichten, was sie wirklich gesehen und gefühlt haben.
Meine Meinung: Wer wirklich ernsthaft schamanisches Arbeiten bzw. Reisen lernen möchte, lernt dies in einer kleinen Gruppe oder in Einzelsitzungen.
Alles andere ist pures “Entertainment” oder sogar gefährlich. Der einzige, der von einer großen Gruppe wirklich was hat, ist der, der das Geld einsackt und dessen Ego von allen Anwesenden beweihräuchert wird.

                              

 

Schamanisches Trommeln

Um die Trance für die schamanische Reise zu fördern wird sehr häufig eine schamanische Trommel benutzt. Der gleichmäßige Rythmus fördert die Trance und erleichtert so den Übergang in die Geisterwelt.

Trommeln geht unter die Haut! Unsere gesamte menschliche Physis ist von Rhythmen durchzogen und koordiniert. Der Rhythmus ist Beweis unserer Lebendigkeit. Egal ob Atmung, Herzschlag oder der gleichmäßige Schritt beim Gehen. Auch die Welt hat einen gleichmäßigen Rhythmus: Ebbe und Flut, Tag und Nacht, die vier Jahreszeiten. Darum steckt im Klang der Trommel eine enorme Kraft.
Der rhythmische Klang fördert das Fallen lassen in andere geistige Zustände wie in die Trance oder die schamanischen Reise. Gleichzeitig werden andere Geräusche aus der Umwelt übertönt und stören nicht mehr. Mit Hilfe der Trommel können die Geister gerufen werden und der Schamane kündigt seinen Besuch in der Geisterwelt an. Die Trommel begleitet den Schamanen mit ihrem Gesang in der Geisterwelt. Ich habe beim Trommeln für schamanische Arbeiten schon oft erlebt, dass die Trommel nicht mehr einfach nur geschlagen wird, sondern ein eigenes Lied entwickelt und einen ganz besonderen Klang bekommt. Der Geist der Trommel erwacht und singt sein Lied mit. Man hört die Trommel nicht nur mit den Ohren. Sie ist im ganzen Körper zu spüren.

Viele, die schamanische Reisen für sich zu Hause üben wollen, sind auf der Suche nach geeigneter Begleitmusik. Denn gleichzeitig reisen und selbst trommeln ist nicht ganz einfach.
Da ich selbst oft nach guten Trommel CDs gefragt werde, habe ich vor einigen Jahren einfach selbst eine CD mit schamanischer Trommelmusik aufgenommen.
Die verschiedenen Stücke haben für verschiedene Bedürfnisse etwas dabei.
Beim Anhören ist wichtig, sich einen geeigneten Platz dafür auszusuchen. Schamanisches Trommeln dient der Förderung eines Trancezustandes. Das sollte man also auf keinen Fall beim Autofahren anhören.

Zum Reinhören habe ich eine kleine Zusammenfassung der Stücke auf YouTube eingestellt.
Dort wird von jedem Stück etwa eine Minute angespielt.

Bei Interesse an der CD nähere Informationen unter Trommel – CD

 

Aus rechtlichen Gründen ein wichtiger Hinweis:
Die Anwendung e
nergetisierter, magischer, schamanischer, spiritueller Gegenstände können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Die Anwendung magischer, schamanischer, spiritueller Praktiken / Techniken / Rituale können und dürfen den Besuch bei einem Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker nicht ersetzten.
Deren Wirkung ist nicht wissenschaftlich erwiesen.

Bei persönlichen Einzelanfertigungen, bei allgemeinen Fragen oder für
Terminvereinbarungen für Seminare und schamanische Sitzungen oder Tanzauftritte
beachten Sie auch folgendes:

wichtige Hinweise für Klienten, Kunden und Seminarteilnehmer
Allgemeine Geschäftsbedingungen und Kundeninformationen, Widerrufsrecht
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